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Passagierflugzeug in Indonesien vermisst

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- Jakarta - Drama am Neujahrstag in Indonesien: Ein Passagierflugzeug mit 102 Menschen an Bord, darunter elf Kinder, ist am Montag von den Radarschirmen verschwunden und vermutlich im Osten des Landes abgestürzt.

Die Maschine KI-574 der Adam Air, einer privaten indonesischen Fluglinie, war bei stürmischem Wetter in nordöstlicher Richtung von der Insel Java zur Insel Sulawesi unterwegs. Medienberichten zufolge könnte das Flugzeug zu wenig Treibstoff an Bord gehabt haben. Rettungskräfte sollen am Dienstagmorgen (Ortszeit) mit der Suche beginnen.

Nach Angaben des Luftfahrt-Experten des indonesischen Transportministeriums, Ichsan Tatang, sendete die Maschine noch ein Notsignal aus, bevor der Kontakt zur Bodenkontrolle abbrach. Zu dieser Zeit befand sich das Flugzeug demnach etwa 1350 Kilometer nordöstlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Tatang ergänzte, dass es keine Informationen über eine Notlandung auf einem anderen Flughafen gebe. Die Maschine habe 45 371 Flugstunden aufgewiesen.

Rettungskräfte seien auf dem Weg nach West-Sulawesi, wurde Transportminister Hatta Radjasa zitiert. Ihm zufolge verschwand das Flugzeug in einer Höhe von rund 1000 Metern vom Radarschirm. Er habe beim Militär bereits nach Suchflugzeugen nachgefragt. Man werde Dienstagmorgen (Ortszeit) mit der Suche beginnen, sagte der Chef des Luftwaffenstützpunktes in Makassar, Edy Suyatno, vor Journalisten. Diese Basis liegt in der Nähe des mutmaßlichen Unglücksortes.

Nach Medienberichten ging dem Flugzeug vom Typ Boeing 737-400 vermutlich der Treibstoff aus. Die Maschine war in Surabaya, der Regionalhauptstadt von Ost-Java, um 13.00 Uhr Ortszeit (07.00 Uhr MEZ) gestartet und sollte nach Manado fliegen, der Provinzhauptstadt von Nord-Sulawesi. «Wir haben Berichte, dass der Kontakt zur Maschine gegen 15.00 Uhr abbrach, eine Stunde später sollte sie am Sam Ratulangi Flughafen in Manado landen», sagte der Sprecher des Such- und Rettungsdienstes Indonesiens, Dodi, der wie viele Indonesier nur einen Namen trägt.

In dem Flugzeug hätten sich 96 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder befunden. Die Maschine soll Medienberichten zufolge lediglich ausreichend Treibstoff für vier Stunden gehabt haben.

Bereits im Februar diesen Jahres soll ein Passagierflugzeug derselben indonesischen Fluglinie notgelandet sein. An Bord des Flugzeuges waren die Navigationsgeräte und der Funkkontakt ausgefallen. Die Maschine soll mehrere Stunden lang bis zu der Notlandung ohne Kontakt zur Außenwelt geflogen sein. An Bord sollen sich damals 145 Passagiere befunden haben, von denen aber niemand bei der Notlandung zu Schaden gekommen war.

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