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Paxlovid: Corona-Medikament soll Notfallzulassung für Deutschland erhalten - Lauterbach nennt Termin

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Von: Martina Lippl

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Paxlovid: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hofft auf neues Medikament gegen Corona.
Paxlovid: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hofft auf neues Medikament gegen Corona. © Jens Schicke/Frank Hoermann/imago

Paxlovid ist ein neues Medikament gegen Covid-19. In USA ist das Medikament bereits zugelassen. In Deutschland soll es jetzt auch ganz schnell gehen.

Berlin - Paxlovid gilt als eine neue Wunderpille im Kampf gegen Covid-19. Das antivirale Medikament des US-Pharmakonzern Pfizer ist bereits in den USA für Risikopatienten ab zwölf Jahren zugelassen worden, auch in Großbritannien. Paxolvoid senkt Pfizer zufolge bei Risikopatienten die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach setzt große Hoffnungen auf das Medikament.

Paxlovid im Kampf gegen Corona-Pandemie: „Das Medikament ist extrem vielversprechend“

„Das Medikament ist extrem vielversprechend, weil es in der frühen Gabe den schweren Verlauf von Covid deutlich abschwächen kann. Ich rechne damit, dass wir damit zahlreiche schwere Verläufe auf den Intensivstationen verhindern können“, erklärte Lauterbach in einer Stellungnahme Ende Januar. Deutschland hat schon eine Million Packungen des Corona-Medikaments Paxlovid von Pfizer gekauft und sich eine weitere Lieferung gesichert. Lauterbach kündigte damals schon die Notfallzulassung an. Mit der Omikron-Variante wächst der Druck.

Corona-Medikament Paxlovid: Lauterbach nennt schon Termin für Notfallzulassung

Die Bundesregierung will noch im Januar eine Zulassung des Corona-Medikaments Paxlovid des US-Unternehmens Pfizer erreichen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende dieses Monats das dafür notwendige Paket geschnürt haben, dass wir also Lieferungen des Medikaments erhalten und eine Notfallzulassung erreicht haben“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Welt am Sonntag.

Demnach bereitet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit eine nationale Zulassung von Paxlovid vor. Deutschland solle so bereits vor der noch ausstehenden Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) das Corona-Medikament einsetzen können.

„Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten. Diese Gruppe ist groß und besonders gefährdet“, sagte Lauterbach. Eine bekannte Virologin schildert, wie das neue Medikament gegen das Virus funktioniert.

Corona-Pille Paxlovid von Pfizer. Anti-Covid-Pille: Regierung kauft eine Million Packungen. Cor
Corona-Pille Paxlovid von Pfizer - Hoffnungsträger im Kampf gegen Corona. © Frank Hoermann/imago

So wirkt Paxlovid gegen Covid-19

Paxlovid ist ein antivirales Mittel, welches das Virus daran hindert, sich zu reproduzieren. Patienten nehmen nach Angaben des Herstellers über fünf Tage zweimal täglich jeweils drei Tabletten ein. Ein Behandlungszyklus umfasst also 30 Tabletten. Paxlovid besteht unter anderem aus dem Wirkstoff Nirmatrelvir, der ein Sars-CoV-2-Protein hemmt. Damit soll die Vermehrung des Virus gestoppt werden.

Nebenwirkungen von Paxlovid

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen. Die EU-Arzneimittelbehörde hatte außerdem mitgeteilt, dass Paxlovid nicht von Patienten mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen eingenommen werden dürfe und wegen Wechselwirkungen auch nicht in Kombination mit bestimmten anderen Arzneimitteln. Nicht empfohlen wird das Medikament für Schwangere.

Paxlovid: Regierung kauft eine Million Packungen des Anti-Covid-Medikaments

Das Präparat ist in der EU noch nicht zugelassen, die EMA unterstützt jedoch den Einsatz von Paxlovid für Notfälle. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat der Corona-Pille bereits eine Notfallzulassung für Risikopatienten ab zwölf Jahren erteilt. (ml mit Material der dpa)

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