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Bislang gab es keine Auffälligkeiten bei Fisch aus Japan - doch es soll nun dennoch stärker kontrolliert werden.

Pazifik-Fisch soll vermehrt auf Strahlung getestet werden

Brüssel - Nach der Atomkatastrophe in Fukushima sollen in Europa künftig nicht nur Fische aus japanischen Gewässern auf radioaktive Strahlung kontrolliert werden, sondern auch Fische aus einem größeren Gebiet.

Den EU-Staaten habe die EU-Kommission empfohlen, auch Fisch aus dem gesamten nordwestlichen Pazifik zu testen, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag in Brüssel und bestätigte damit einen Bericht des “Hamburger Abendblatts“. In Fukushima entweicht seit einem Unfall vom 11. März Radioaktivität aus einem AKW.

Erste Kontrollen habe es bereits gegeben, sagte der Kommissionssprecher. Fazit: “Keine besorgniserregenden Ergebnisse bislang.“

In Deutschland ist dies schon länger so: Die deutsche Fischindustrie hatte bereits Anfang April angekündigt, Ware aus dem Pazifik frühzeitig auf Radioaktivität untersuchen lassen.

Außer den staatlichen Grenzeingangskontrollen würden die Unternehmen dazu Kontakte zu ihren Lieferanten im Pazifik nutzen, hieß es beim Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischhandels. Der angelandete Fisch solle schon im Hafen, zum Beispiel in Russland, untersucht werden.

Die Europäische Union hatte Anfang des Monats bereits strengere Grenzwerte für Nahrungs- und Futtermittelimporte aus Japan durchgesetzt. Mit den neuen Kontrollen sollen frühzeitig Informationen darüber gesammelt werden, ob Fische abseits der japanischen Küstengewässer radioaktiv belastet sind. Zum genannten Gebiet gehören nämlich auch die Gewässer vor Nord- und Südkorea, China und Russland. Die vorgegebenen Grenzwerte sind dieselben wie bei Importen aus Japan. Umweltschützer hatten diese Ausweitung seit längerem gefordert.

Laut dem Zeitungsbericht hat die Bundesregierung die Kontrollen bereits veranlasst. “Alle Lieferungen aus dem Pazifik werden direkt an die zuständigen deutschen Überwachungsbehörden gemeldet“, sagte ein Sprecher des Bundesverbraucherministeriums dem Blatt.

Die Behörden sollen die Fische stichprobenartig auf die Gehalte an Jod-131, Cäsium-134 und Cäsium-137 prüfen. Die EU-Kommission habe die Mitgliedstaaten aufgefordert, die Ergebnisse ihrer Kontrollen wöchentlich an die Brüsseler Behörde zu melden, sagte der Ministeriumssprecher.

dpa

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