Pech für Bankräuber: 10 Kilo Münzen statt Scheine

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Hitdorf - Auch bei manchen Bankräubern ist noch Luft nach oben. Statt einem dicken Bündel Geldscheine bekam ein Bankräuber vom Kassierer einer Bank zehn Kilo Münzgeld in die Hand gedrückt.

Als erfolgreicher oder cleverer Berufsverbrecher wird René B. wohl kaum in die Geschichte eingehen. Wie der Express berichtet, ließ sich ein 29-Jähriger bei einem versuchten Banküberfall von einem Angestellten gehörig aufs Glatteis führen.

Bereits in der Vorbereitung auf den Banküberfall leistete er sich einige Schnitzer. Den Weg zur Raiffeisenbank Hitdorf bei Leverkusen legte er mit dem Fahrrad zurück. Auf eine Maske verzichtete er gänzlich und eine Schreckschusspistole erschien ihm für den großen Coup ausreichend.

In der Bank ging die Pannenserie weiter: Mit den Worten "Geld, her! Ich will Scheine!" wollte er den Kassierer der Bank zur Herausgabe der Euros zwingen. Die schlagfertige Antwort des Angestellten brachte ihn dann offensichtlich völlig aus der Balance. "Scheine? Haben wir nicht. Ich hab' nur Kleingeld", blaffte er dem 29-Jährigen entgegen. Daraufhin ließ er sich zehn Kilogramm Münzgeld im Wert von 1000 Euro aushändigen und suchte das Weite.

Die irrsten wahren Geschichten der Welt

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Wie sich herausstellte, hatte der erfolglose Bankräuber 16.000 Euro Schulden und die Gläubiger wollten ihr Geld zurück. Auch bei seinen Nachbarn hat der 29-Jährige eingebrochen. Später bekam er allerdings kalte Füße und stellte sich der Polizei.

In der Verhandlung traute auch Strafrichter Wilhelm Kremer seinen Ohren nicht und fragte René B.: "So'n Beutel mit Münzen ist doch jetzt auch nicht der Hit, haben Sie nicht mal nach dem Tresor gefragt?"

In der nächsten Zeit stellt er keine "Gefahr" mehr dar. Der Richter verknackte ihn zu zweieinhalb Jahren Knast.

jb

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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