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Inspiriert durch den Spruch "Kartoffel statt Döner" auf einem Plakat der Pegida-Bewegung hat Alhay Kartoffel und Fleisch zusammen auf einen Spieß gesteckt.

Kulinarische Kreation mit Aussage

Libanese macht aus Pegida-Hetze Toleranz am Spieß

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Oldenburg - Was für eine herrliche Ironie! Ausgerechnet die Anhänger der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung haben einen libanesischen Imbissbesitzer auf eine geniale Idee gebracht.

"Kartoffeln statt Döner" fordern die Anhänger der sogenannten "Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes" gerne. Auf ihren Demos taucht dieser Spruch immer wieder auf ihren Plakaten auf. Dass gerade hierzulande das aus der Türkei stammende Drehfleisch extrem beliebt ist und die Erdknolle ursprünglich aus Südamerika stammt, stört die Protestler dabei offensichtlich nicht. 

Der Oldenburger Imbissbesitzer Hani Alhay entdeckte den polemischen Slogan zufällig in einem Fernsehbericht über die Rechtspopulisten und kam auf die Idee, den Pegidisten den Mund zu stopfen - mit ihren eigenen Worten und einem Essen, das gelebte Toleranz symbolisiert: Aus "Kartoffeln statt Döner" machte er "Kartoffeln UND Döner" und erfand kurzerhand einen Grillspieß, der sowohl mit Fleisch als auch mit dem Nachtschattengewächs bestückt ist.

Bei seinen Kunden komme die kulinarische Völkerverständigung gut an, berichtet Alhay. Wer die beiden Hauptbestandteile einzeln mag, hat Grund zur Freude: Die Kombination schmecke zusammen noch besser, findet der Libanese, der seine Kreation als "Multikulti für den Magen" bezeichnet. 

Seine Idee hat sich der leidenschaftliche Koch inzwischen beim Patentamt in München eintragen lassen. Dort ist sie nach Angaben der Behörde seit kurzem als Gebrauchsmuster geschützt. Wie viel Fleisch und wie viel Kartoffeln der Spieß enthält, will Alhay deshalb nicht verraten. Doch er ist sich sicher: Der Kartoffeldöner wird nicht seine letzte kulinarische Erfindung gewesen sein.

hn

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