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Bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde über Deutschland: Hier können Sie heute die Perseiden sehen

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Von: Max Partelly

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Ein besonderes Phänomen für Sternenfreunde sind die Perseiden. Doch 2022 könnte der Mond einen Strich durch die Rechnung der Beobachter machen.

Update vom 12. August, 17.00 Uhr: Die Perseiden erreichen ihren Höhepunkt: Die Vereinigung der Sternenfreunde rechnet in der Nacht von Freitag auf Samstag (13. August) mit dem Maximum der Meteorschauer, wie sie auf ihrer Website informieren. Ab 22 Uhr soll dieses erreicht werden: Bis zu 150 Sternschnuppen können Schaulustige dann in nur einer Stunde entdecken. Bis Samstagmorgen um drei Uhr soll dieser Höhepunkt anhalten.

Auch das Wetter spielt in den meisten Teilen Deutschlands mit: Nur im Südosten Bayerns, sowie in Sachsen rechnet der Deutsche Wetterdienst mit einigen Wolken, ansonsten ist der Himmel klar. Lediglich der Mond könnte die Freude an den Perseiden etwas trüben: Zeitgleich mit den Perseiden erhellt auch der Vollmond den Himmel - und trübt damit die Sicht auf die Sternschnuppen.

Perseiden: Vollmond schränkt Sicht ein

Update vom 11. August, 07.49 Uhr: Klarer Himmel - und doch eingeschränkte Sicht. An diesem Wochenende erreicht ein Sternschnuppenstrom am Nachthimmel sein Maximum und die Wetterverhältnisse sind gut. Das Problem: Die Erde durchquert die Trümmerwolke des Kometen 109P/Swift-Tuttle rund 24 Stunden nach dem Vollmond. Der helle Erdtrabant erschwert die Sicht auf das Himmelsspektakel.

Seinen Höhepunkt habe der Perseidenstrom am Samstagmorgen gegen drei Uhr, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland, Sven Melchert. Um den Schwarm der Perseiden zu sehen, sollten Neugierige nach Angaben der Sternfreunde nach Osten schauen. Sternengucker könnten normalerweise etwa 30 bis 50 Meteore pro Stunde wahrnehmen. Durch den vom Mond aufgehellten Himmel werde man dieses Jahr aber nur einen Blick auf die hellsten Exemplare erhaschen können. Der Trabant stehe die ganze Nacht über dem Horizont.

Das Wetter macht den Sternguckern aber keinen Strich durch die Rechnung. „Sieht gut aus“, sagte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach, Andreas Friedrich. Es gebe keine Wetteränderung und somit weiter milde und sternenklare Nächte. „Die Bedingungen sind wunderbar in ganz Deutschland.“ Einzig im Südosten vom Erzgebirge bis in den Bayerischen Wald könne es Wolken, aber keine Wolkendecke geben. Und so empfiehlt auch Melchert: „Das Auftreten der Perseiden ist nicht auf die kurze Zeit des Maximums beschränkt, man kann auch in den Tagen davor und danach sein Glück versuchen“ - am besten bequem liegend mit entspanntem Blick nach oben in östliche Richtung.

Bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde: Hier können Sie die Perseiden am Himmel bewundern

Erstmeldung vom 8. August 2022: Eine Sternschnuppe erfüllt Wünsche, so sagt man. Doch was, wenn der Nachthimmel von unzähligen Sternschnuppen gefüllt wird? Jüngst geschah das bei dem Lyriden-Meteorschauer. Was das bedeutet, lässt sich vermutlich nicht zuverlässig beantworten. Was aber feststeht ist, dass es ein wunderschönes und beeindruckendes Phänomen ist.

Perseiden
Was?Sternschnuppenschauer, der jährlich im August auftritt
Wann?9. Juli bis zum Höhepunkt am 13. August

Wer ein solches Ereignis mit eigenen Augen sehen möchte, der sollte sich den Namen der Perseiden notieren. Zwischen dem 17. Juli und dem 24. August kann der Sternenschauer bei gutem Wetter am Nachthimmel bestaunt werden. In diesem Zeitraum kreuzt die Erde die Umlaufbahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Seine Bruchstücke treten in die Atmosphäre ein und verglühen dort. Besonders empfehlen sich die Nächte zwischen dem 9. und 13. August. Hier sollen die Schauer im Jahr 2022 voraussichtlich am stärksten sein. Hier sollen bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Das sind im Schnitt fünf Sternschnuppen alle zwei Minuten.

Sternschnuppen der Perseiden sind neben der Milchstraße am Nachthimmel zu sehen.
Sternschnuppen der Perseiden sind neben der Milchstraße am Nachthimmel zu sehen. © dpa/Ole Spata

Sternschnuppen: Perseiden ein seltenes Himmelsphänomen – woher stammt ihr Name?

Vom Namen des Sternbilds, aus dessen Richtung die Sternschnuppen kommen, leitet sich auch der Name des Phänomens der Perseiden ab: dem Sternbild des Perseus.

Sternschnuppenschauer: Wann und in welcher Himmelsrichtung sind die Perseiden zu sehen?

Die Sternschnuppenschauer der Perseiden sind mitunter deswegen sehr beliebt, weil sie teils sehr helle Sternschnuppen mit sich bringen, die gut sichtbar sind. Die Perseiden können teilweise schon bei Anbruch der Dunkelheit gesehen werden, wenn das Sternzeichen Perseus, aus dessen Richtung die Sternschnuppen kommen, noch näher am Horizont in nordnordöstlicher Richtung (gegen 9 Uhr) steht. Im Verlauf der Nacht wandert das Sternbild und mit ihm die Sternschnuppenschauer in Richtung Osten, wo es in einer Kurve weiter in den Nachthimmel steigt und schließlich weit oben wieder beginnt in Richtung Norden zu wandern.

Von wo aus in Deutschland man das Spektakel beobachtet, ist im Grunde egal. Grundsätzlich sind die Perseiden in der Nordhalbkugel überall sichtbar. Südlich des Äquators kann der Sternschnuppenregen unter Umständen zwar auch gesehen werden – aber nur spärlich.

Sternschnuppenschauer in Deutschland: Wie kann man die Perseiden am besten sehen?

Es braucht weder ein Teleskop noch andere technische Ausstattung um die Perseiden am Nachthimmel zu erblicken. Auch muss man kein Student der Astrophysik sein. Bei klarem Himmel kann jeder einen Blick nach oben werfen und staunen. Ein paar Tipps gibt es dennoch, die die Beobachtung der Perseiden perfekt werden lassen.

Tipps für Sternschnuppennächte

Einen lichtarmen Ort zum Zusehen wählen

Augen an die Dunkelheit gewöhnen

Die Wetterprognose vorab überprüfen

Passende Kleidung mitnehmen (besonders für kühle Nächte)

Freie Sicht in Richtung des Sternschnuppenschauers (vorab über dessen Position informieren)

Man muss wirklich kein Liebhaber von Raumfahrt und ähnlichem sein, um durch einen Sternschnuppenschauer ins Staunen zu kommen. Wer in der Zeit der Perseiden gerade auf der Südhalbkugel im Urlaub ist, der muss nicht auf ein Spektakel wie dieses verzichten. Dieses Jahr gibt es ähnliche Schauspiele am Nachthimmel während der Orioniden oder der Draconiden. (mda)

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