Diebischer Gottesmann stellt sich

Pfarrer veruntreut mehr als 33.000 Euro

Wakefield - Diesen Pfarrer hat der Teufel gesehen: Ein britischer Gottesmann hat ein Vermögen an Gebühren für Hochzeiten und Beerdigungen, die er durchführte, in die eigene Tasche gesteckt. 

Pfarrer Simon Reynolds war in einer Pause während des Gerichtsverfahrens gegen ihn geflüchtet. Er war für schuldig befunden worden, die Hochzeits- und Beerdigungsgebühren in Höhe von umgerechnet 33.700 Euro in die eigene Tasche gesteckt zu haben, statt sie seiner Diözese zu übergeben.

Die britische Polizei hatte sogar die internationale Polizeiorganisation Interpol eingeschaltet, weil sie befürchtete, dass der 50-Jährige in ein anderes europäisches Land geflüchtet sein könnte. Seine kirchlichen Vorgesetzten hatten daraufhin einen Aufruf gestartet: "Wir bitten dich dringend, in Kontakt zu treten und der Gerechtigkeit ihren Lauf zu lassen. Vergiss nie, dass wir für dich beten", appellierte der Bischof von Wakefield, Tony Robinson, an den Flüchtigen. "Simon, wir wollen dir versichern, dass wir für dich beten und an dich denken in dieser schwierigen Zeit", fügte er hinzu.

Am Montag stellte sich der diebische Gottesmann schließlich der britischen Polizei. Ob es ein göttliche Einfügung war, die ihn dazu brachte, ist nicht bekannt.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Streit um Berliner Spielstraße kommt vor Gericht
Teaser: Eine Straße in Berlin soll für spielende Kinder gesperrt werden. Doch dann regen sich Anwohner in Prenzlauer Berg auf. Jetzt kommt der Fall vor Gericht.
Streit um Berliner Spielstraße kommt vor Gericht
Ausländischer Name ist bei der Wohnungssuche eine Hürde
Wer Yilmaz, Özer, Mansour oder Rashid heißt, hat deutlich schlechtere Chancen bei der Wohnungssuche als ein Schmitz, Müller oder Fischer. So lautet das Ergebnis eines …
Ausländischer Name ist bei der Wohnungssuche eine Hürde
Uni Freiburg startet Mußen-Forschung und plant "Mußeum"
In einer hektisch gewordenen Zeit sehnen sich Menschen nach Muße. Freiburger Wissenschaftler gehen diesem Phänomen nach - und planen ein Museum zum Thema. Es soll in …
Uni Freiburg startet Mußen-Forschung und plant "Mußeum"
BGH weist Schmerzensgeld-Klage im Brustimplantate-Skandal ab
Vor mehr als sieben Jahren kam der Brustimplantate-Skandal beim Hersteller PIP ans Licht - skrupelloser Betrug zulasten der Frauen. Die Opfer kämpfen bis heute um …
BGH weist Schmerzensgeld-Klage im Brustimplantate-Skandal ab

Kommentare