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Ein Pferd wie dieses ist beim Hannoveraner Schützenausmarsch durchgegangen.

Fünf Verletzte

Pferd trampelt bei Schützenumzug Besucher um

Hannover - Ein wild gewordenes Pferd ist am Sonntag beim traditionellen Schützenausmarsch in Hannover durchgebrannt und in eine Besuchergruppe gelaufen.

Als ein Reiter eines Schützenvereins das Tier auf einem Parkplatz abseits der Parade besteigen wollte, sei ihm das Pferd durchgegangen und alleine Richtung Festzug galoppiert. Das Tier rannte in eine Besuchergruppe und verletzte dabei fünf Menschen leicht, wie die Polizei Hannover mitteilte. Zudem habe das panische Pferd ein Auto, ein Fahrrad und einen Kinder-Buggy beschädigt. Das Tier sei mehrere Kilometer geflüchtet, bis es eingefangen werden konnte.  

Bilder vom Schützenausmarsch in Hannover

Bilder vom Schützenausmarsch in Hannover

Mit strammen Schritten sind am Sonntag rund 12.000 Teilnehmer beim Schützenausmarsch in Hannover durch die Altstadt gezogen. Vereinsfunktionäre und Politiker, darunter Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP, liefen den rund zwölf Kilometer langen Umzug mit.

„Im Doubliertritt, Marsch!“ - mit diesem Kommando setzte sich der traditionelle Umzug am Vormittag in Bewegung. Neben Tausenden aktiven Schützen in grünen, blauen und roten Trachten waren auch Folklore- und Tanzgruppen dabei. Mit Flöten, Trompeten und Trommeln zogen mehr als 100 Musikkapellen durch die Innenstadt. Der Ausmarsch ist der Höhepunkt des nach Veranstalterangaben weltgrößten Schützenfestes.

Rund 70.000 Zuschauer verfolgten nach Polizeiangaben das Spektakel am Straßenrand und jubelten den Schützen zu. „Das ist Tradition, man trifft Leute und hat Spaß“, sagte Marc Fischer vom Schützenverein Laatzen. Der 50-Jährige ist bereits zum 33. Mal bei dem großen Umzug dabei, dieses Jahr sogar als Schützenkönig seines Vereins. Fischer trägt die Königskette, 7,5 Kilogramm schwer, aus echtem Silber. „Für mich ist der Schützenverein ein Stück Heimat“, sagte er.

Mit der Verpflichtung der Bruchmeister und dem traditionellen Fassbieranstich hatte am Freitag das 484. Schützenfest im Hannoverschen Rathaus begonnen. Die Bruchmeister waren einst bestellt worden, um als Hilfsbeamte Ausschreitungen während der Schützenfeste zu verhindern. 240 Schausteller haben auf dem Schützenplatz ihre Karussells, Losbuden, Imbiss- und Schankbetriebe aufgebaut, zudem gibt es neun Zelt- und Eventbereiche. Bis zum 7. Juli erwarten die Veranstalter etwa 1,3 Millionen Besucher.

dpa

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