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Mit diesen Phantombildern von einem angeblich deutschsprachigen Verdächtigen hofft die Polizei auf einen Durchbruch im Fall Maddie.

Neue Phantombilder

Fall Maddie: Deutschsprachiger Mann gesucht

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London - Fünfeinhalb Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden der kleinen Madeleine McCann sucht die britische Polizei mit neuen Phantombildern nach einem Mann, der möglicherweise deutsch spricht.

Sechseinhalb Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Maddie in Portugal hat die britische Polizei eine Fahndung nach einem Mann gestartet, den Zeugen am Tatort mit einem Kind auf dem Arm gesehen haben wollen. Britische Zeitungen veröffentlichten am Montag zwei Phantombilder des 20- bis 40-Jährigen, der laut Medienberichten möglicherweise deutsch spricht. Nach ihm wird gezielt auch in Deutschland gesucht.

"Es war ein Mann, der mit einem Kind auf dem Arm die Straße entlang lief", erklärte Chefermittler Andy Redwood am Montag. Das Kind sei den Schilderungen zweier Zeugen zufolge drei bis vier Jahre alt gewesen und habe womöglich einen Schlafanzug getragen. "Deswegen sind wir an diesem speziellen Vorfall so besonders interessiert", sagte Redwood.

Die Zeugen beschrieben den Gesuchten als mittelgroßen Weißen mit kurzem braunen Haar und ohne Bart. Er habe womöglich deutsch gesprochen. Als "Verdächtigen" wollte Scotland Yard ihn ausdrücklich nicht bezeichnen. Er könne auch vollkommen unschuldig sein, sagte der Chefermittler.

Madeleine McCann, genannt Maddie, war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage in Praia da Luz an an der portugiesischen Algarve verschwunden, als ihre Eltern beim Abendessen waren.

Chefermittler Redwood kündigte die Veröffentlichung von Phantombildern weiterer Gesuchter an. Sie alle seien am Tag des Verschwindens von Maddie oder in den Tagen zuvor in Praia da Luz gesehen worden. Nach Angaben der britischen Tageszeitung "The Telegraph" und von "Bild" sind insgesamt zwei der Gesuchten deutschsprachig. Redwood will persönlich nach Deutschland, in die Niederlande und nach Irland reisen, um dort die Öffentlichkeit um Hilfe zu bitten.

Am Montagabend wollte Scotland Yard in der BBC-Fernsehsendung "Crimewatch" neue Erkenntnisse zu den Geschehnissen des 3. Mai 2007 präsentieren. Neben einer 25-minütigen Rekonstruktion des Ablaufs sollten darin auch Maddies Eltern Gerry und Kate McCann zu Wort kommen. Auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" will dem verschwundenen Mädchen am Mittwoch einen längeren Bericht widmen, in dem ebenfalls Maddies Eltern zu Wort kommen werden.

Der britische Premierminister David Cameron stellte sich am Montag hinter die neue Fahndung. "Das war ein Verbrechen, das jeden in diesem Land berührt hat. Jeder will, das dieser Fall gelöst wird", sagte er.

Die portugiesische Polizei hatte den Fall nach 14 Monaten zu den Akten gelegt. Zwischenzeitlich gerieten Gerry und Kate McCann selbst in Verdacht, inzwischen entschuldigten sich die portugiesischen Ermittler jedoch dafür bei Maddies Eltern. Die britische Polizei ermittelt seit rund zwei Jahren wieder in dem Fall. Dabei befragten die Ermittler nach eigenen Angaben 442 Personen und machten 41 mögliche Verdächtige aus - zu Festnahmen kam es jedoch bislang nicht.

afp

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