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Picasso schickte die Ansichtskarte 1918 an Guillaume Apollinaire.

Von Picasso bemalt

Diese Ansichtskarte ist 166.000 Euro wert

Bietigheim-Bissingen - Normale Ansichtskarten kriegt man schon für einen Euro. Wenn aber einer der größten Künstler aller Zeiten sie bemalt hat, steigt ihr Wert auch schon mal um das 166.000-Fache.

166.000 Euro: Die von Pablo Picasso handbemalte Karte aus dem Jahr 1918 erzielte am Samstag bei einer Auktion in Bietigheim-Bissingen diesen sensationellen Preis, wie das Auktionshaus Christoph Gärtner mitteilte. Der Zuschlag ging demnach an einen privaten Sammler aus Übersee, der sich als Telefonbieter durchgesetzt hatte. Zuzüglich der Aufschläge war dem neuen Besitzer das einzigartige Stück mehr als 200.000 Euro wert. Vorheriger Besitzer war nach Angaben des Auktionshauses ein französischer Unternehmer.

Es habe ein spannendes Bieterduell in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache gegeben, der Startpreis lag den Angaben zufolge bei 100.000 Euro. Picasso schickte die Ansichtskarte den Angaben zufolge am 5. September 1918 an seinen kranken Freund und Dichter Guillaume Apollinaire nach Paris. Anstelle eines Textes versah er die Postkarte mit einer Zeichnung, die der kubistischen Phase des Malers zuzuordnen ist.

Die Vorderseite der von Picasso bemalten und signierten Karte zeigt einen Blick über die Dächer der südfranzösischen Stadt Pau. Aufgegeben wurde sie zwischen Pau und dem Ort Bedous, sie sollte mit der Bahn befördert werden. Leider habe die Karte Apollinaire nie erreicht, teilte das Auktionshaus weiter mit. Sie wurde mit dem Stempel "REBUT" versehen und zurückgewiesen, da Picasso den Namen des Empfängers auf spanisch geschrieben habe. Apollinaire sei wenige Monate später an der Spanischen Grippe gestorben.

afp

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