Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt

Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt
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Auch am Frankfurter Flughafen demonstrierten Fluglärmgegner am Samstag in der Abflughalle.

Picknick gegen den Flughafen-Lärm

München - Mit einem Picknick im Terminal des Münchner Flughafens haben Demonstranten gegen Fluglärm protestiert. Die Aktion ist Teil der Proteste an den sechs größten deutschen Flughäfen, zu denen Tausende kamen.  

Am Münchner Airport hofften die Veranstalter auf 300 bis 500 Demonstranten im Laufe des Nachmittags. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wurde jedoch weder mit Beeinträchtigungen für die Fluggäste noch mit Behinderungen des Verkehrs rund um den Flughafen gerechnet.

“Wir wollen auch mal in Ruhe Brotzeit machen, was zu Hause nicht möglich ist, weil der Fluglärm unerträglich geworden ist“, sagte Hartmut Binner, Sprecher des Aktionsbündnisses AufgeMUCkt, der Nachrichtenagentur dpa. Dazu breiteten die Demonstranten im Terminal 2 Tischdecken mit Sprüchen wie “Fluglärm macht krank“ auf dem Boden aus und packten ihre Brotzeit aus. Mit ihren Trikots mit dem Aufdruck “Koa Dritte“ machen die Protestierenden ihre Forderung klar: “Wir sind gegen den Bau einer dritten Startbahn“, sagte Binner.

Bundesweite Demos gegen Fluglärm

Bundesweite Demos gegen Flughafen-Lärm

Der Sprecher des Aktionsbündnisses warf den Entscheidungsträgern, die den weiteren Ausbau der deutschen Flughäfen befürworten, vor, bewusst in Kauf zu nehmen, dass mehr Menschen durch Lärm und Kerosinrückstände krank würden und eine kürzere Lebenserwartung hätten. Das bezeichnet er als vorsätzliche Körperverletzung.

Bundesweite Aktion

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag bundesweit gegen Fluglärm an den sechs größten deutschen Flughäfen demonstriert, darunter auch Leipzig und Düsseldorf. Mit Blick auf die umstrittene Landebahn riefen Protestierende etwa in Frankfurt am Main: „Die Bahn muss weg.“ Auf Plakaten standen Sätze wie: „Ruhe geben wir erst, wenn wir wieder welche haben.“ Am künftigen Großflughafen Berlin-Schönefeld demonstrierten nach Veranstalterangaben rund zehntausend Fluglärm-Gegner.

Im Prozess um ein dauerhaftes Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen will das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 4. April das Urteil verkünden. Derzeit gilt dort ein vorläufiges Flugverbot zwischen 23.00 Uhr und 05.00 Uhr, das der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel im Herbst verhängt hatte.

dpa

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