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Ein Beispiel für die holprigen Übersetzungen.

"Pinkel-Park" und "herzlose Waldbrände“

Chinesische Behörden wollen peinliche Übersetzungen ausmerzen

Sie sind immer mal wieder für einen Lacher im Internet gut: Die zum Teil urkomischen Übersetzungspannen aus dem Chinesischen in China. Doch damit soll jetzt Schluss sein.

Peking - Wegweiser zum "Pinkel-Park", Warnungen vor "listigen Rutschunfällen" und "herzlosen Waldbränden": Die chinesische Regierung will gegen Übersetzungsfehler im öffentlichen Raum durchgreifen. Laut einem Bericht der staatlichen Zeitung "People's Daily" schaden die als "Chinglish" bekannten Fehler dem Ruf des Landes. Die Regierung will deshalb ab dem 1. Dezember neue Standards erlassen, die "Chinglish" ein für allemal aus der Öffentlichkeit verbannen. 

Die neuen Sprachregelungen sollen die Verwendung von korrekter Grammatik und Vokabeln bei Übersetzungen festlegen ins Englische. So sollen auch wörtliche Übersetzungen vermieden werden: Diese hatten in der Vergangenheit dazu geführt, dass der Pekinger "Park der chinesischen Volkskulturen" zum "Racist Park" ("Park der Rassisten") wurde. Auf dem Schild für den "Pee Park" ("Pinkel-Park") sollte eigentlich "Fee" ("Gebühr") stehen - gemeint war ein kostenpflichtiger Parkplatz. 

Ein weiteres Beispiel für die holprigen Übersetzungen.

Doch neben solchen witzigen Übersetzungsfehlern gab es auch diskriminierende Beispiele: So war eine Behindertentoilette als "Toilette für Deformierte" beschildert. Dennoch wird das Vorgehen der Regierung gegen "Chinglish" englischsprachige Touristen enttäuschen. Warnungen vor "listigen Rutschunfällen" oder die Gefahr von "herzlosen Bränden" an der Chinesischen Mauer waren legendär geworden. Es ist nicht das erste Mal, dass chinesische Behörden gegen solche Übersetzungsfehler vorzugehen versuchen. Pekinger Behörden versuchten schon vor den Olympischen Spielen im Jahr 2008 fehlerhafte englische Schilder aus dem öffentlichen Raum zu entfernen - bislang ohne durchgreifenden Erfolg.

afp

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