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Paul und Rachel Chandler mit Ministerpräsident Mohamed Abdullahi Mohamed.

Piraten lassen entführte Segler frei

Nairobi - Nach mehr als einem Jahr in der Hand somalischer Piraten ist ein britisches Paar wieder frei. Paul and Rachel Chandler trafen am Sonntag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ein.

Sie wurden dort von Ministerpräsident Mohamed Abdullahi Mohamed empfangen. Er versicherte, seine Regierung habe alles Menschenmögliche getan, um die beiden in ihre Heimat zurückzubringen. Rachel Chandler sagte einem AP-Reporter telefonisch: “Wir sind glücklich, noch am Leben zu sein.“

Die Eheleute wurden am 23. Oktober 2009 vor Ostafrika von Bord ihrer Jacht verschleppt. Versuche unter anderem der britischen Regierung, die Freilassung der beiden zu erreichen, blieben lange Zeit erfolglos. Die somalischen Behörden machten unterschiedliche Angaben zum gezahlten Lösegeld. So wurden entweder 300.000 Dollar oder eine Million Dollar gezahlt.

Die Chandlers bestiegen am Sonntag zunächst in der somalischen Stadt Adado ein Flugzeug, das sie nach Mogadischu brachte. Von dort flogen sie weiter nach Kenia. “Wir sind glücklich, aber wir werden nicht frei sein, ehe wir in Nairobi sind“, sagte Paul Chandler der AP. Ein somalischer Arzt, der das Paar auch in der Gefangenschaft regelmäßig besuchte und auch an den Bemühungen zu ihrer Freilassung beteiligt war, erklärte, die beiden bräuchten jetzt Behandlung durch einen Spezialisten.

“Sie brauchen eine Beratung und Ruhe, um sich von diesen Umständen zu erholen, unter denen sie die letzten 13 Monate gelebt haben“, sagte der Arzt Abdi Mohamed Elmi. “Sie scheinen jetzt in Ordnung zu sein und waren heute Morgen glücklich.“ Somalische Piraten haben auch nach der Freilassung des britischen Paares noch fast 500 Geiseln und mehr als 20 Schiffe in ihrer Gewalt. Sie verlangen üblicherweise Lösegeld in Millionenhöhe.

dapd

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