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Die mutmaßlichen somalischen Piraten und ihre Anwälte im Sitzungssaal des Landgerichts in Hamburg.

Haftgrund: Fluchtgefahr

Prozess: Piraten bleiben in U-Haft

Hamburg - Im bundesweit ersten Piraten-Prozess in Hamburg bleiben alle erwachsenen Angeklagten in Untersuchungshaft.

Das Landgericht lehnte die Anträge der Verteidiger von zwei Somaliern ab, die Haftbefehle aufzuheben, wie Gerichtssprecher Conrad Müller-Horn am Donnerstag sagte. Das Gericht sehe nach wie vor einen dringenden Tatverdacht sowie den Haftgrund der Fluchtgefahr. Die drei jüngsten Angeklagten - sie fallen unter das Jugendstrafrecht - waren dagegen im April auf freien Fuß gekommen.

Die Verteidiger hatten ihre Anträge am letzten Verhandlungstag - dem 94. - mit der seit mehr als zwei Jahre andauernden Untersuchungshaft und dem langen Verfahren begründet. Ein Ende des Prozesses ist bisher nicht in Sicht.

Seit November 2010 stehen zehn mutmaßliche Seeräuber aus Somalia in Hamburg vor Gericht. Sie sollen am Ostermontag 2010 den Hamburger Frachter „Taipan“ vor der Küste Somalias beschossen und gekapert haben. Die 15-köpfige Besatzung wurde Stunden später von einem niederländischen Marinekommando befreit.

dpa

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