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Ein Schiff der deutschen Reederei MC-Schiffahrt  wurde vor Kamerun überfallen.

Schifffahrt

Kamerun: Piraten überfallen Schiffe - darunter auch eines einer deutschen Reederei

Vor der Küste Kameruns ist unter anderem ein deutschen Schiff von Piraten überfallen worden. Acht von zwölf Crew-Mitgliedern wurden dabei entführt.

Update vom 17. August, 13.55 Uhr: Offenbar ist das Schiff der deutschen Reederei MC Schiffahrt nicht das einzige Schiff, das von den Piraten angegriffen worden war. Nach Angaben des International Maritime Bureau (IMB), das Kriminalitätsfälle auf den Weltmeeren erfasst, gab es nur etwa eine Stunde zuvor in der Region einen ganz ähnlichen Überfall. Dabei enterten die Piraten einen Massengutfrachter, stahlen Eigentum der Crew und des Schiffseigners und nahmen neun Besatzungsmitglieder mit.

Normalerweise würden die Gefangenen von Kamerun nach Nigeria verschleppt, sagte IMB-Direktor Pottengal Mukundan am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in London. Dort müssten sie ausharren, bis die Verhandlungen um das Lösegeld beendet seien. Details zu den aktuellen Fällen wollte er aber aus Sicherheitsgründen nicht nennen.

Piratenüberfälle kommen sehr häufig an der Küste Westafrikas vor. Nach Angaben des Auswärtigen Amts besteht vielerorts in Kamerun ein hohes Entführungsrisiko.

Piraten überfallen Schiff von deutscher Reederei vor Kamerun

Erstmeldung vom 16. August, 22.45 Uhr: Hamburg/Duala - Piraten haben vor der Küste Kameruns ein Frachtschiff einer deutschen Reederei überfallen und mehrere Seeleute entführt. Wie das Hamburger Unternehmen MC-Schiffahrt auf seiner Homepage schreibt, kamen die Piraten in der Nacht zum Donnerstag an Bord der „MarMalaita“, die in der Millionenstadt Duala vor Anker lag. Sie hätten acht der zwölf Besatzungsmitglieder mitgenommen. Man kooperiere in dem Fall mit allen relevanten Behörden, hieß es weiter.

Drei der Entführten sind Russen, wie das Außenministerium in Moskau mitteilte. Ob Deutsche unter den Opfern sind, war zunächst unklar. Piratenüberfälle und Entführungen gibt es öfter vor der Küste Westafrikas, meist mit Lösegeldforderungen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts besteht in vielen Regionen des Landes ein hohes Entführungsrisiko.

MC-Schiffahrt wurde nach eigenen Angaben 1986 in Hamburg gegründet. 33 Mitarbeiter seien in Hamburg beschäftigt, rund 400 Mann fahren demnach zur See.

Laut Angaben der Website MarineTraffic wurde das Schiff „MarMalaita“ 2002 gebaut und ist unter der Flagge Antiguas in See gestochen.

dpa/dg

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