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Im Prozess gegen eine Mutter, die ihr Kind über Monate schwer misshandelt haben soll, werden die Plädoyers erwartet. Laut Anklage soll sie ihrem Sohn mit Bakterien verseuchtes Wasser direkt unter die Haut oder in die Blutbahn gespritzt haben. Foto: Arno Burgi

Plädoyers im Prozess gegen Mutter wegen Kindesmisshandlung

Hamburg (dpa) - Im Prozess gegen eine Mutter wegen Misshandlung ihres Kindes mit verseuchten Spritzen werden heuten die Plädoyers erwartet. Das Urteil soll dann am 8. Oktober vom Hamburger Landgericht gesprochen werden.

Die Anklage wirft der 30-jährigen Frau vor, ihrem dreijährigen Sohn über Monate mit Fäkalien, Speichel oder Blumenwasser vermischte Substanzen unter die Haut oder in die Blutbahn gespritzt zu haben. Der Junge bekam heftige Schmerzen, Fieberschübe und Abszesse, sein Blutdruck fiel ab, und die Sauerstoffsättigung seines Blutes sank dramatisch.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehen davon aus, dass die Angeklagte unter dem sogenannten Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom leidet. Dabei macht ein Mensch einen anderen bewusst krank oder täuscht eine Krankheit vor, um Zuwendung zu erreichen.

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