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Planking: Ein typisches Bild eines jungen Australiers.

Planking-Wahnsinn fordert nächstes Opfer

Inverell - Das bei jungen Australiern in Mode gekommene "Planking", hat ein neues Opfer gefordert. Ein 20-Jähriger liegt mit schweren Kopfverletzungen im Koma und schwebt in Lebensgefahr.

Bei einem Stunt für ein spektakuläres Internet-Foto ist ein 20-Jähriger in Australien lebensgefährlich verunglückt. Es ist der zweite schwere Unfall innerhalb weniger Tage beim sogenannten Planking, berichtete die Zeitung “Daily Telegraph“ am Donnerstag.

Dabei legen sich junge Leute an möglichst ungewöhnlichen Orten ausgestreckt auf den Bauch - die Arme am Körper und den Kopf nach unten - und lassen sich fotografieren. Die Aufnahmen werden im Internet hochgeladen.

Der verunglückte Simon Hallam aus Invernell wollte sich auf dem Kofferraum eines rasenden Autos ablichten lassen. Dabei stürzte er zu Boden und verletzte sich schwer am Kopf, sagte sein Vater Terry der Zeitung. Die Ärzte wüssten nicht, ob sein Sohn überlebe.

Erst am Wochenende war in Brisbane ein Mann von einer Balkonbrüstung im siebten Stock zu Tode gestürzt. Der Trend hat in Australien zehntausende Anhänger.

“Schrecklich, dieses Internet und Facebook ... das treibt junge Leute zu solchen Verhaltensweisen“, sagte Terry Hallam. “Sie tun es, um Aufmerksamkeit zu erregen. Die bekommt mein Sohn jetzt, von all den Ärzten und Schwestern, die sich um ihn kümmern, und er weiß es gar nicht.“

Immer mehr Menschen begeben sich in Gefahr, um möglichst spektakuläre Fotos zu bekommen, warnt die Polizei. Menschen haben sich bereits auf Zugschienen gelegt, auf Klippenvorsprünge und Baustellenfahrzeuge.

“Bitte keine unnötigen Risiken eingehen und den gesunden Menschenverstand einschalten, sonst kann so ein Planking-Stunt schwere Verletzungen nach sich ziehen“, warnte der Notdienst des Bundesstaates New South Wales.

dpa

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