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Jahrhundert-Bauwerk: Der Gotthard-Basistunnel nimmt seinen regulären Betrieb auf. 

Kosten von 11 Milliarden Euro

Gotthard-Basistunnel wird in Betrieb genommen

Zürich - Nach 17 Jahren Bauzeit und rund 5000 Testfahrten kann es endlich losgehen: Der Regelbetrieb durch den neuen Gotthard-Basistunnel beginnt. Die ersten Fahrgäste starten in Zürich.

Die Schweiz nimmt eines der größten Bauwerke der Welt in Betrieb. Der Gotthard-Basistunnel wird nach mehr als sechsmonatiger Probezeit für den fahrplanmäßigen Bahnverkehr freigegeben. Vom Züricher Hauptbahnhof aus soll der erste Passagierzug nach Lugano rollen. Etwas mehr als zwei Stunden sind für die Fahrt geplant.

Dank des Schweizer Tunnelwunders verkürzt sich die Reisezeit von Nord nach Süd um mehr als 30 Minuten. Täglich sollen rund 50 Personen- und bis zu 260 Güterzüge den Tunnel befahren. Die Personenzüge fahren aus Sicherheitsgründen zunächst mit maximal 200 Kilometern pro Stunde, später dann mit den üblichen 250 km/h. Die Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Eisenbahntunnel der Welt dauert weniger als 20 Minuten.

Der Gotthard-Basistunnel war nach 17 Jahren Bauzeit bereits am 1. Juni feierlich eröffnet worden. Hochrangige Gäste reisten damals zu den Feierlichkeiten - etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Ehe der Tunnel für den allgemeinen Bahnverkehr freigegeben werden konnte, standen aber noch etliche Probedurchläufe an. Insgesamt 5000 Testfahrten wurden absolviert.

Etwa elf Milliarden Euro hat das Jahrhundertbauwerk mit seinen zwei Röhren gekostet. Neun Menschen kamen bei den Bauarbeiten ums Leben.

Der Gotthard-Basistunnel ist das Herzstück der "Neuen Eisenbahn-Alpentransversale" (NEAT). Er macht den Bahnverkehr durch die Alpen so schnell wie noch nie. Der Tunnel wurde weitgehend im Rahmen der finanziellen und zeitlichen Vorgaben gebaut.

Eröffnung des Gotthard-Tunnels: Der "historische Tag" in Bildern

dpa

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