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Ihr Ständchen "Happy Birthday" für John F. Kennedy wurde weltberühmt: Marilyn Monroe.

Plattenfirma verliert Urheberrecht

Jeder darf jetzt "Happy Birthday" öffentlich singen

Los Angeles - "Happy Birthday" ist das meistgesungene Lied in englischer Sprache - und war eine Gelddruckmaschine für die Plattenfirma. Das ist jetzt vorbei, denn die Rechte an dem Song gehören der Allgemeinheit.

Im "Happy Birthday"-Streit um das öffentliche Singen des weltbekannten Geburtstagsliedes hat die US-Plattenfirma Warner Music eine Niederlage erlitten. Ein Bundesrichter in Los Angeles urteilte am Dienstag (Ortszeit), dass es auch künftig möglich sein müsse, das berühmte Lied öffentlich und kostenfrei zu singen. Er wies damit eine Copyright-Klage des Musikstudios zurück. Warner besitze kein gültiges Urheberrecht an dem Lied, hieß es in dem Urteil.

Mit der Gerichtsentscheidung endet ein zweijähriger Rechtsstreit der Plattenfirma mit einer Musikerin und einem Regisseur, die einen Film über den bekannten Geburtstagssong drehten. Die Plattenfirma forderte 1500 Dollar (1340 Euro) für die Rechte an dem Lied. Die Künstler argumentierten dagegen, dass der Ende des 19. Jahrhunderts geschriebene Song der Allgemeinheit gehöre und es kein gültiges Copyright gebe.

Der Warner-Konzern hatte sich 1988 die Rechte gesichert. Das Label verdiente etwa zwei Millionen Dollar im Jahr mit der kommerziellen Nutzung des Songs. Die Plattenfirma war nach dem Urteil zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

"Happy Birthday" wurde ursprünglich für Kindergärten geschrieben und hatte den Titel "Good Morning to All" (Guten Morgen an alle). Die wohl berühmteste Version stammt von Marilyn Monroe. 1962 hauchte sie ihr "Happy Birthday" bei einer Feier zum 45. Geburtstag von John F. Kennedy.

AFP/dpa

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