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Beim Amoklauf von Winnenden und Wendlingen am 11. März 2009 tötete der 17-jährige Tim K. insgesamt 15 Menschen und verletzte 13 weitere

Polizei: Bei Amoklauf noch Schlimmeres verhindert

Stuttgart - Die Polizei hat bei ihrem Einsatz gegen Amokläufer Tim K. in Wendlingen nach eigener Aussage Schlimmeres verhindert.

“Der Einsatz war gut. Er hat den Amoklauf an dieser Stelle beendet“, sagte der 42-jährige Kriminalhauptkommissar Gundram Lottmann am Donnerstag im Prozess gegen den Vater des 17-jährigen Amokläufers vor dem Landgericht Stuttgart. Die Handlungen der Polizei hätten dazu beitragen, dass trotz des hohen Fahrzeug- und Personenverkehrs am Tatort nicht noch mehr Personen verletzt wurden, sagte Lottmann, der als Sachbearbeiter für den Polizeieinsatz in Wendlingen zuständig war. Tim K. hatte zunächst in Winnenden 13 Menschen getötet, war anschließend nach Wendlingen geflohen und hatte dort in einem Autohaus zwei weitere Menschen erschossen. Schließlich tötete er sich selbst, nachdem er von der Polizei gestellt worden war.

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Lottmann räumte ein, dass es Probleme beim Funkverkehr sowie bei der genauen Täterbeschreibung gegeben habe. Dies könne den Erfolg des Einsatzes jedoch nicht schmälern, sagte er. Die beiden Schüsse, die Tim K. vor seinem Tod am Bein abbekam, bezeichnete er jedoch als Glückstreffer. Zu dem Zeitpunkt sei der Beamte etwa 60 Meter vom Täter entfernt gewesen und ihm in der Größe eines Fingerhuts erschienen. Beim Amoklauf von Winnenden und Wendlingen am 11. März 2009 tötete der 17-jährige Tim K. insgesamt 15 Menschen und verletzte 13 weitere. In Wendlingen hatte er zwei Menschen in einem Autohaus erschossen und zwei Polizisten schwer verletzt. Sein Vater muss sich seit dem 16. September vor Gericht verantworten, weil er die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt und nicht wie vorgeschrieben weggeschlossen haben soll. Die Angehörigen der Opfer hoffen auf eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung.

dapd

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