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Tennisbälle und Eier setzen dem Wasserwerfer offensichtlich bereits zu.

900.000-Euro-High-Tech-Monster

Polizei beschädigt neuen Wasserwerfer mit Eiern

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Erfurt - Peinliche Panne: Um ihren neuen, 900.000 Euro teuren Wasserwerfer zu testen, schmissen Thüringer Polizisten improvisierte Wurfgeschosse auf das Gefährt - und richteten einigen Schaden an.

Gegen gewaltbereite Fußballfans oder Demonstranten setzt die Polizei Wasserwerfer ein - und in solchen Situationen können schon mal Steine, Flaschen oder Brandsätze fliegen. Um sich also selbst von den Vorzügen ihres nagelneuen, hochmodernen 33-Tonners zu überzeugen, nahmen die Beamten bei einer Routineübung Anfang April die Rolle der Krawallmacher ein. Dabei bewarfen sie den "WaWe 10" allerdings nur mit relativ harmlosen Geschossen wie Eiern, Tennisbällen und halbleeren 0,5-Liter-Plastikflaschen. Zu ihrer Verwunderung stellten sie anschließend jedoch drei faustgroße Schäden an der gepanzerten Windschutzscheibe des Wasserwerfers fest.

Schadensbild nicht nachvollziehbar

Ein solches Schadensbild sei nicht nachvollziehbar, erklärte die Landespolizeidirektion laut MDR. „Die Scheibe ist nicht zerstört“, betonte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Dirk Sauter, in Erfurt am Dienstag. Das Gefährt, von dem der Bund 78 Stück geordert hat, sei voll einsatzfähig, allerdings müssten Sachverständige klären, ob die Beeinträchtigung noch im normalen Bereich liege oder die Scheibe ausgetauscht werden müsse.

Nach Angaben des Thüringer Innenministeriums sei ein solcher Schaden bundesweit noch nicht vorgekommen, berichtet der MDR. Eine entsprechende Schadensmeldung sei bereits an das Bundesinnenministerium geschickt worden, das den Wasserwerfer für die Länder beschafft habe. Die Sprecherin des österreichischen Herstellers Rosenbauer wertete die Schäden allerdings als "Kratzer".

Waren die Eier gekocht und geschält?

Die Panne veranlasste Katharina König, eine "Kleine Anfrage" mit insgesamt 15 Einzelfragen an das Thüringer Innenministerium zu stellen, berichtet der MDR. Die Linke-Landtagsabgeordnete will wissen, ob Polizeibeamte in dem Spezialfahrzeug bei Einsätzen noch sicher seien. Nicht ganz ernst gemeint dürfte die Frage sein, ob die Eier gekocht gewesen seien und ob man sie vorher geschält habe.

dpa/afp/hn

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