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Polizeibeamte durchsuchen am 18.04.2013 im Berliner Stadtteil Wedding die Bar "Sahara". Insgesamt überprüfte die Polizei am Abend 15 Objekte im Milieu der Rockergang Hells Angels.

Hinweise auf Waffen

Polizei durchsucht Hells-Angels-Objekte

Berlin - Auf der Suche nach Waffen hat die Berliner Polizei am Donnerstagabend 15 Wohnungen und Bars im Milieu der Rockergang Hells Angels kontrolliert.

„Es gibt den begründeten Verdacht, dass sich in einem der Objekte Pistolen und Sturmgewehre befinden“, sagte der Berliner Polizeisprecher Stefan Redlich. 300 Polizeibeamte, darunter 70 Spezialeinsatzkräfte (SEK), waren parallel in mehreren Stadtteilen im Einsatz. Nach Angaben des Sprechers handelte es sich nicht um eine Razzia. Es lag ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss vor. Sturmgewehre unterliegen dem Kriegswaffenkontrollgesetz.

In einer Bar in Berlin-Wedding wurden sieben Menschen überprüft. Festnahmen gab es zunächst keine; auch keinen Widerstand. „Wir wollen niemanden festnehmen, wir haben keine Haftbefehle“, sagte Redlich. „Unser Ziel ist heute, in den einzelnen Objekten nach Waffen zu suchen.“ Zu den Hintergründen wollte er nichts sagen.

Rockerbanden entwickelten sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer eigenen Macht in der organisierten Kriminalität. In jüngerer Zeit hatte es deutschlandweit wiederholt Polizei-Razzien im Rocker-Milieu gegeben.

2012 machten die Innenministerien vieler Bundesländer ernst: Einige Rockerclubs wurden verboten. In Berlin reagierte eine Handvoll Bandidos schneller. Sie lösten sich auf und liefen zu den Hells Angels in Potsdam über.

Die Hells Angels wurden 1948 von Harley-Davidson-Liebhabern in Kalifornien in den USA gegründet. Die Organisation gilt als mitgliederstärkster und mächtigster Rockerclub der Welt.

Bei den Hells-Angels-Ortsgruppen gibt es auch einen „Sergeant at Arms“ (Waffenmeister), der sich um den Schutz des Clubs und die Bewaffnung kümmert. Neben Messern, Äxten und Macheten kommen bei Razzien immer wieder Schusswaffen und Sprengstoff zutage.

dpa

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