1860 trauert um „Atom-Otto“

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In dem versteckten Labor befinden sich wohl auch fertige Sprengsätzea.

Polizei-Fund in Thüringen

Verstecktes Sprengstofflabor: Mann bei Explosion verletzt

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Großbartloff - Nachdem ein 20-Jähriger bei einer Sprengstoff-Explosion lebensgefährlich verletzt worden war, hat die Polizei in Thüringen ein verstecktes Lager entdeckt. 

In dem Lager, das sich laut der "Thüringische Landeszeitung" auf dem elterlichen Grundstück des jungen Mannes befindet, fanden die Beamten neben großen Mengen an Chemikalien, die zum Bau von Sprengstoff geeignet sind, vermutlich auch fertige Sprengsätze, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Spezialkräfte des Landeskriminalamtes mussten die Substanzen in Großbartloff nun bergen. 

Zuvor war die Polizei auch in der Wohnung des 20-Jährigen in Heiligenstadt fündig geworden. Spezialkräfte des Landeskriminalamtes stellten dort einen Gegenstand sicher und sprengten ihn kontrolliert außerhalb der Stadt, wie die Polizei am Nachmittag mitteilte. Ob es sich bei dem Fund um einen Sprengkörper handele, sei derzeit noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Dazu seien noch weitere Untersuchungen erforderlich.

Zuvor war bereits am Samstag ein Mann bei einer Explosion auf dem Grundstück lebensbedrohlich verletzt worden, unter anderem wurden ihm mehrere Finger abgerissen. Zunächst sei man von einem Unfall mit einer Säge ausgegangen, berichtet das Blatt unter Berufung auf die Polizei, doch im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass "es sich um Verletzungen handeln muss, die durch eine Explosion verursacht worden sind." 

Der 20-Jährige wurde notoperiert und konnte noch nicht vernommen werden. Bei den Ermittlungen hätten sich Hinweise darauf ergeben, dass sich der junge Mann als „Hobbychemiker“ ausprobiert haben soll. Laut Polizei gibt es derzeit aber keine Hinweise, dass der Mann einen Einsatz der gebastelten Sprengsätze plante. Der Auszubildende sei bisher noch nicht wegen Sprengstoffdelikten aufgefallen. Es seien auch keine extremistischen Verbindungen bekannt.

dpa/hn

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