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Ein Mitarbeiter der Spurensicherung am Tatort in Essen.

Mutmaßliches Familiendrama in Essen

Mann tötet seine Eltern, dann ruft er die Polizei

In einer Essener Wohnung hat womöglich ein Sohn seine Eltern erstochen. Der 38-Jährige rief selbst die Polizei. Als die Beamten eintrafen, war er schwer verletzt.

Essen - Nach einem mutmaßlichen Familiendrama hat die Polizei in einer Essener Wohnung zwei Tote und einen schwer verletzten Tatverdächtigen entdeckt.

Den Angaben der Polizei zufolge hatte der 38-Jährige am Montagabend selbst den Notruf gewählt und angegeben, zwei Menschen in der Wohnung im Nordviertel getötet zu haben. Der Mann ließ sich nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte widerstandslos festnehmen und in eine Essener Klinik bringen.

Bei den Toten handelt es sich um die 61 Jahre alte Mutter und den 65-jährigen Vater des Mannes, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Das Ehepaar soll nach ersten Erkenntnissen der Ermittler bei einer Auseinandersetzung erstochen worden sein.

Der 38-Jährige wurde schwer verletzt von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und ist seit der kritischen Phase am Dienstagmittag außer Lebensgefahr, wie ein Polizeisprecher sagte. Seine schweren Verletzungen fügte er sich nach Anhaben der Polizei selbst zu. Eine Mordkommission ermittelt und sicherte Spuren am Tatort. Zudem standen Befragungen an. „Es gibt auch einen Bruder, der vielleicht etwas weiß“, sagte der Polizeisprecher. Weitere Details nannte die Behörde zunächst nicht.

Zuvor waren am Montag bei zwei mutmaßlichen Familiendramen im Rheinland bereits fünf Menschen ums Leben gekommen. In Bonn soll ein Mann seine Frau und Tochter getötet haben, bevor er bei einem Einsatz der Polizei selbst starb. Im gut 60 Kilometer entfernten Bergheim soll eine 65-jährige Frau ihren 37 Jahre alten Sohn und sich selbst umgebracht haben. Mögliches Motiv dafür seien die "schwerwiegenden Erkrankungen" von Mutter und Sohn gewesen, teilte die Polizei mit. In der Wohnung der Frau lag demnach auch ein Abschiedsbrief.

dpa

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