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Einsatzfahrzeuge am Ort des tödlichen Schusswechsels in Alsfeld. Foto: Philipp Weitzel

Drama in Alsfeld

Polizei erschießt bewaffneten Betrunkenen

Drama in einer Kleinstadt in Hessen: Wegen Schüssen im Nachbarhaus rufen Anwohner die Polizei. Die Beamten wollen mit dem Schützen sprechen. Doch der ist betrunken, feuert los - und wird tödlich getroffen.

Alsfeld (dpa) - Bei einem Schusswechsel mit der Polizei ist im hessischen Alsfeld ein betrunkener Mann getötet worden. Anwohner hatten am späten Montagabend Schüsse aus einem benachbarten Wohnhaus gehört und die Polizei alarmiert.

Als die Beamten feststellten, dass mit scharfer Munition geschossen wurde, forderten sie Spezialkräfte an. Mehrere Versuche, mit dem stark alkoholisierten Mann zu reden, scheiterten nach Angaben der Polizei.

Gegen Mitternacht sei der 54-Jährige, noch ehe das SEK eintraf, auf die Straße getreten und habe gezielt auf die Beamten geschossen. Die Polizisten hätten zum "Eigenschutz und zum Schutz der Bevölkerung" das Feuer erwidert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen. Bei dem Schusswechsel sei der Mann tödlich getroffen worden. Wieso er in und außerhalb seiner Wohnung schoss, war laut Ermittlern unklar. Das Landeskriminalamt hat das Verfahren übernommen.

Der zur Hilfe gerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des 54-Jährigen feststellen. Polizisten seien nicht verletzt worden. Nach Angaben eines Augenzeugen wurde bei dem Schusswechsel die Heckscheibe eines Zivilfahrzeugs der Polizei durchschlagen, auch ein weiterer Wagen eines Anwohners wurde getroffen. Was für eine Waffe der Angreifer benutzte, war zunächst unklar. Ein Polizist wurde aber gesehen, wie er ein Gewehr vom Tatort davontrug.

Dass Polizisten im Dienst von der Schusswaffe Gebrauch machen müssen, passiert regelmäßig. Bundesweit sind im vergangenen Jahr laut einer Erhebung der Deutschen Hochschule der Polizei bei Einsätzen der Ordnungshüter elf Menschen erschossen und 28 verletzt worden.

Pressemitteilung der Polizei

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