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Polizisten stehen am Mittwoch in Wiesloch neben einer Polizeiabsperrung vor einem Cafe in der Innenstadt. Ein bewaffneter Mann ist am Vormittag von der Polizei erschossen worden.

Wiesloch: Polizei erschießt Bewaffneten

Wiesloch - Er griff Polizisten mit einem Dolch an, ein Beamter feuerte aus seiner Dienstwaffe. Ein bewaffneter Mann starb am Mittwochmorgen auf dem Marktplatz von Wiesloch durch eine Polizeikugel.

Ein Polizist hat am Mittwochmorgen in Wiesloch bei Heidelberg einen bewaffneten Mann erschossen. Der Mann hatte zuvor zwei Streifenpolizisten mit einem Dolch angegriffen, wie Zeugen berichteten. „Es war eindeutig eine Notwehrsituation“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion in Heidelberg der Nachrichtenagentur dpa. Der Mann habe in der Wieslocher Innenstadt gewohnt. Der Schuss traf ihn aus unmittelbarer Nähe, er starb noch auf dem Marktplatz. Nähere Erkenntnisse solle eine Obduktion der Leiche bringen.

Gegen 8.30 Uhr hatte der Mann an einem Café in der Innenstadt mit einem Stuhl auf zwei etwa 30 Jahre alte Frauen eingeschlagen. Offenbar grundlos, wie die Polizei berichtete. Die Frauen kannten den Mann nach eigenen Angaben nicht.

Laut Zeugen bedrohte der Mann anschließend mit dem gezogenen Dolch Passanten auf der Hauptstraße. Die Waffe habe eine etwa 20 Zentimeter lange Klinge und Widerhaken, hieß es. Zwei erfahrene Streifenpolizisten stellten den Mann wenig später auf dem Marktplatz. Dort ging er mit dem Messer auf die Beamten los.

Aufforderungen, die Waffen wegzulegen, habe er ignoriert, teilte die Polizei mit. Im Zurückweichen habe der eine Beamte dann einen Warnschuss abgegeben. Auch darauf habe er nicht reagiert, sondern sei mit dem Dolch weiter auf die Polizisten zugestürmt. „Durch den darauf folgenden Schusswaffengebrauch wurde der Angreifer so schwer verletzt, dass er noch vor Ort verstarb“, berichtete die Polizei. Nähere Angeben zu dem Mann machte die Polizei zunächst nicht.

Der Marktplatz von Wiesloch wurde abgesperrt. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg, die Kriminalpolizei Heidelberg und die Landespolizeidirektion Karlsruhe haben die weiteren Ermittlungen übernommen.

dpa

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