Überfall auf jungen Israeli

Berlin: Polizei sucht antisemitische Angreifer

Berlin - Vier Tage nach einem Angriff auf einen jungen Mann in Berlin wird bekannt, dass er jüdischen Glaubens ist. Das Der Israeli hatte sich gegen antijüdische Parolen gewehrt.

Die Berliner Polizei sucht nach den Tätern eines Angriffs mit antisemitischem Hintergrund auf einen 26 Jahre alten Israeli. Eine Gruppe von sieben jungen Männern hatte ihn in der Neujahrsnacht am Bahnhof Friedrichstraße geschlagen und getreten.

Die Polizei hatte am Samstag über den Vorfall berichtet. Sie teilte dabei allerdings noch nichts über die Nationalität des 26-Jährigen mit und dass er jüdischen Glaubens sei. Das bestätigte erst eine Sprecherin am Montag nach entsprechenden Medienberichten. Ungeklärt blieb zunächst, ob sich der junge Mann während der Auseinandersetzung als Jude zu erkennen gegeben hat. Zeugen beschrieben die Täter laut Polizei als „arabisch aussehende Männer“.

Mit einigen Freunden hatte der 26-Jährige am 1. Januar gegen 2.30 Uhr eine U-Bahn der Linie 6 bestiegen. Im Zug stimmten sieben Männer antisemitische Gesänge an und riefen Parolen wie „Fuck Israel“ und „Fuck Juden“, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der 26-Jährige habe die Gruppe gefilmt und sie aufgefordert, die Gesänge zu unterlassen. Daraufhin kam es laut Polizei zum Streit.

Alle Beteiligten stiegen am U-Bahnhof Friedrichstraße aus. Die Unbekannten forderten den 26-Jährigen auf, das Gefilmte zu löschen. Als dieser sich weigerte, schlugen und traten sie auf ihn ein und bespuckten ihn. Der junge Mann erlitt ein Platzwunde am Kopf und Prellungen. Sicherheitsmitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe gingen dazwischen, die Angreifer entkamen. Die Polizei will nun versuchen, sie anhand des Videomaterials zu identifizieren. Außerdem sollen die Freunde des Opfers als Zeugen befragt werden.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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