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Ein Telefon aus dem ehemaligen Arbeitszimmer des Stasi-Chefs Erich Mielke in der Stasi-Zentrale der DDR wurde 2008 bei einem Einbruch gestohlen. Nun tauchte es wieder auf (Archivbild aus dem Jahr 1999).

Apparat wurde vor sieben Jahren gestohlen

Mielkes Stasi-Telefon ist wieder da

Berlin - Eigentlich suchte die Polizei nach "sakralem" Diebesgut. Doch dabei fanden die Beamten in Neukölln ein Telefon, das vor sieben Jahren aus dem Büro von Stasi-Chef Erich Mielke verschwunden ist.

Das vor Jahren gestohlene Telefon aus dem Dienstzimmer von Stasi-Chef Erich Mielke ist wieder da. Es war im Mai 2008 bei einem Einbruch in die frühere Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin verschwunden und tauchte nun zufällig bei einer Durchsuchung im Bezirk Neukölln wieder auf, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Die Ermittler hatten dort eine Wohnung und einen Keller durchsucht, weil sie gestohlenen „sakralen Gegenständen“ aus einem anderen Fall auf der Spur waren.

Auch Eishockeyschläger und Kohlebriketts tauchten wieder auf

Außer dem Telefon waren damals und bei einem weiteren Einbruch ein knappes Jahr zuvor auch ein Eishockeyschläger aus Moskau, ein Holzbrettchen mit dem Konterfei Lenins und Kohlebriketts mit Aufdrucken wie „30 Jahre DDR“ verschwunden. Nahezu alle Gegenstände seien nun in Neukölln sichergestellt worden, hieß es - zum Beispiel auch Spezialkameras und versteckte Mikrofone.

Dazu, wie sie dort hingekommen sein könnten, wollte die Polizei nichts sagen - auch nichts über den oder die Verdächtigen.

Die einstige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg ist seit 1990 eine Forschungs- und Gedenkstätte.

dpa

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