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Das Auto des Geisterfahrers auf der Autobahn A5 bei Offenburg (Baden-Württemberg) nach dem verheerenden Unfall.

1,9 Promille

Polizei: Geisterfahrer von A5 war betrunken

Offenburg - Der 20 Jahre alte Geisterfahrer, der am Sonntag bei Offenburg einen verheerenden Unfall mit sechs Toten verursacht hat, ist betrunken gewesen.

1,9 Promille Alkohol seien im Blut des Mannes bei der Obduktion festgestellt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Es könne aber noch nicht sicher gesagt werden, ob er deshalb den den Unfall verursacht hat, sagte ein Sprecher. Derzeit würden Zeugen befragt, ob der 20-Jährige vor dem Unfall Schlangenlinien fuhr. Diese Befragungen sollen auch die nächsten Tage andauern.

Der Mann aus dem badischen Ortenaukreis war am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn 5 bei Offenburg als Geisterfahrer unterwegs. Sein Auto kollidierte frontal mit einem anderen Wagen. Der 20-Jährige riss fünf Menschen, die in diesem Auto saßen, in den Tod. Auch er kam ums Leben.

Ob der Falschfahrer zudem unter dem Einfluss anderer Drogen stand, werde noch geprüft, sagte ein Polizeisprecher. Diese Untersuchungen seien zeitaufwendiger als die Überprüfung des Alkoholwertes. Mit einem Ergebnis werde in den nächsten Tagen gerechnet. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch Drogen im Spiel waren.

Hinweise auf einen Suizid gibt es laut Polizei nicht. Dennoch werde weiter das private und berufliche Umfeld des Mannes durchleuchtet. Die Ermittler erhoffen sich davon Erkenntnisse zum möglichen Motiv des Mannes.

Der schwere Unfall hatte deutschlandweit Diskussionen über die Gefahr durch Falschfahrer auf Autobahnen ausgelöst. In Baden-Württemberg sollen nun an den Autobahnauffahrten zur Sicherheit weiße Richtungspfeile auf die Fahrbahn angebracht werden.

dpa

Massen-Karambolage auf der A5: Bilder vom Unfallort

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