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Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Polizei bittet um Mithilfe

Zerstückelte Leiche identifiziert

Hamburg - Nach dem Fund von Leichenteilen im Hamburger Naturschutzgebiet Höltigbaum ist die Identität des Toten geklärt. Die Polizei bittet um Mithilfe.

Bei dem Mann handelt es sich um einen 85-Jährigen aus der Hansestadt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Ermittler hatten in den vergangenen Tagen Vermisstenanzeigen bundesweit nach einem schmächtigen Mann durchsucht, der älter als 50 Jahre ist und schütteres Haar hat. Dabei stießen sie auch auf den Rentner, der seit dem 16. September als vermisst galt.

Anhand des Gebisses identifizierten die Rechtsmediziner den Mann nun zweifelsfrei. Der Mann lebte den Angaben zufolge im Stadtteil Rahlstedt, in dem am Sonntag und Montag auch seine menschlichen Überreste gefunden worden waren.

Polizei veröffentlicht Foto von Totem

Die Polizei geht davon aus, dass der Rentner umgebracht wurde. Mordkommission und Staatsanwaltschaft sind eingeschaltet. Wegen der fortgeschrittenen Verwesung konnte die Todesursache bislang nicht festgestellt werden. Die größtenteils vergrabenen Leichenteile sollen mehrere Wochen in dem Naturschutzgebiet gelegen haben.

Die Polizei hat nun ein Foto des Toten veröffentlicht und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Konkret wird ein Camper gesucht, der am 15. September in dem Naturschutzgebiet gezeltet haben soll. Darüber hinaus sollen sich Zeugen melden, die das Opfer kannten oder um den 9. September herum in dem Naturschutzgebiet Auffälliges bemerkt haben.

Suche hat zwei Tage gedauert

Ein Spaziergänger hatte am Sonntag einen abgetrennten Arm in dem Naturschutzgebiet im Nordosten Hamburgs gefunden. Später wurden weitere Leichenteile entdeckt. Der Fundort wurde weiträumig abgesperrt, Leichenspürhunde des Arbeiter-Samariter-Bundes waren im Einsatz. Auch suchte der Polizeihubschrauber aus Niedersachsen den Fundort mit einer Wärmebildkamera ab und machte Übersichtsaufnahmen. Inzwischen sollen bis auf eine Hand alle Körperteile des Mannes gefunden worden sein.

Das weitläufige und hügelige Naturschutzgebiet Höltigbaum ist ein länderübergreifendes Gebiet auf der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein. Lange Zeit wurde das Gelände als Truppenübungsplatz genutzt. Fehlende Landwirtschaft hat nach Angaben der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein dafür gesorgt, dass seltene Tier- und Pflanzenarten dort erhalten geblieben sind.

dapd

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