Sohn stirbt - Mutter unter Schock

Bei Facebook: Polizei postet Todesnachricht

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Clayton County/USA - Herzloser geht's kaum: In Clayton County im US-Bundesstaat Georgia hat die Polizei eine Mutter per Facebook über den Tod ihres Sohnes informiert.

Anna L. hatte seit Wochen verzweifelt nach ihrem Sohn Rickie gesucht, unter anderem bei Facebook, wie die amerikanische Internetseite mashable.com berichtet. Rickie L. war vor längerer Zeit ohne eine Spur verschwunden. "Rickie where are you? Love mom" ("Rickie, wo bist du, liebe dich, Mutter") hatte Anna L. auf der Facebook-Seite ihres Sohnes gepostet.

Ihr Sohn war zu dieser Zeit schon tot. Und die verzweifelte Mutter hätte davon auch schon längst wissen können, wenn sie eine versteckte Nachricht entdeckt hätte, die die Polizei für sie bei Facebook bereitgestellt hatte.

Nachricht in verstecktem Ordner einen Monat lang nicht entdeckt

Nachdem diese Mitteilung der Polizei in einem versteckten Ordner mit dem Titel "Sonstiges" hinterlegt worden war, dauerte es fast eine Monat lang, bis die Mutter die Todesnachricht entdeckte. Der Grund: Die meisten Facebook-Nutzer wissen gar nicht, dass es diesen Ordner gibt. Rickie L. war am 24. Januar von einem Auto angefahren worden und dabei ums Leben gekommen.

Als die Familie die Nachricht der Polizei im Internet entdeckte, wollte sie es zunächst gar nicht glauben. Erst nachdem die Tochter von Anna L. aufgrund der Facebook-Nachricht telefonisch bei den Beamten nachgefragt hatte, wurde der Famlie klar, dass Rickie tatsächlich ums Leben gekommen ist. 

Das herzlose, unprofessionelle Vorgehen der Polizei, sorgt in der Gegend für großes Aufsehen. Und die Mutter des jungen Unfallopfers ist entsetzt über das Vorgehen der Polizisten. "Sie haben mir gesagt, dass sie ihr Bestes versucht haben", sagte Anne L. im Interview mit einem örtlichen Sender. "Ich bin da nicht so sicher", sagte sie weiter. "Sie können die Spur eines Verbrechers verfolgen, aber mich können sie nicht finden?", beschwerte sich Anna L. und fügte hinzu: "Ich bin seit 13 Jahren in meinem Job, sie hätten mich finden können."

js

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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