Warum musste das Kind sterben?

Polizei rätselt über totes Baby in Altkleidersack

Schifferstadt - Am Samstag hatten Mitarbeiter einer Spedition einen toten Säugling in einem Altkleidersack in Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) gefunden. Die Polizei ermittelt weiter.

Der Polizei ist die Herkunft eines toten Säuglings in einem Altkleidersack in Rheinland-Pfalz weiter unklar. 

„Wir haben noch kein Ergebnis“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, am Dienstag auf Anfrage. „Das ist ein Verfahren gegen unbekannt.“ Auch die Todesursache sei weiterhin unklar. 

Speditionsmitarbeiter hatten die Leiche am Samstag in einem Altkleidersack in Schifferstadt gefunden.
Sie hatten den Angaben zufolge am Samstag Altkleidersäcke in einen als Sammelstelle genutzten Container gebracht, als sie den Leichnam des Babys fanden. Die verladenen Säcke stammen demnach aus Altkleidersammelbehältern im baden-württembergischen Sinsheim. Derzeit laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Die Obduktion ergab, dass der kleine Junge lebend zur Welt gekommen war und kurz nach der Geburt starb, teilten die Polizei Rheinpfalz und die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Sonntagabend mit. Die Todesursache war zunächst noch unklar, Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung gebe es nicht.

Die Polizei hofft vor allem auf Hinweise aus dem baden-württembergischen Sinsheim, woher der Altkleidersack stammt. Kriminaltechniker untersuchten am Ostermontag nach Angaben einer Sprecherin der Polizei in Ludwigshafen mehrere Altkleidercontainer aus Sinsheim auf Spuren.

Die Polizei rief die Bürger am Ostermontag auf, sich an den Kriminaldauerdienst in Ludwigshafen zu wenden, wenn sie eine Frau kennen, die die Mutter des Babys sein könnte. Die gesuchte Frau werde sich aber vermutlich einige Tage zurückziehen und dann erst wieder Kontakt zu Vertrauten aufnehmen.

AFP/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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