Polizei sperrt Strand nach «Napoli»-Plünderung

Havarie: - London - Aus Angst vor weiteren Plünderungen haben die britischen Behörden am Dienstag einen Strand an der Küste der südenglischen Grafschaft Devon weitgehend abgesperrt. Die Zufahrtstraßen wurden nach BBC-Informationen blockiert, um zu verhindern, dass Strandräuber weiterhin Container des gestrandeten Frachters «Napoli» ausräumen.
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Zugleich begannen die Vorbereitungen, um aus dem vor der Küste liegenden Schiff rund 3500 Tonnen Öl abzupumpen. Die «Napoli» war vergangene Woche bei dem Orkan «Kyrill» in Seenot geraten und hatte dann Fracht verloren.

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Die Sperrung des Strandes wurde damit begründet, dass sich Szenen wie am Vortag nicht wiederholten sollten. Am Montag hatten mehrere hundert Strandräuber mindestens 20 Container geplündert, die von der «Napoli» angeschwemmt worden waren. In ihre Hände fielen zum Beispiel teure Weine, Parfüm, Damenmode, Werkzeuge und Auto-Ersatzteile. Einige der Strandräuber zogen sogar mit Motorrädern ab. Die Plünderungen dauerten bis weit in die Nacht. Inzwischen wird ein Teil der Waren bereits im Internet zur Versteigerung angeboten.

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