Polizei in Texas sucht Kinder-Massengrab

Hardin - Eine offenbar dubiose Falschmeldung hat die Polizei in Texas auf Trab gehalten. Hinweise auf ein angebliches Massengrab haben sich bisher nicht bestätigt.

Nach einem telefonischen Hinweis auf ein angebliches Massengrab auf einem Grundstück im US-Staat Texas haben die Ermittler Entwarnung gegeben. Auf dem Gelände rund 110 Kilometer nordöstlich von Houston seien keine Leichen oder Hinweise auf Morde gefunden worden, teilte die Polizei im Bezirk Liberty am Dienstag mit. Eine Frau, die sich selbst als Medium bezeichnete, hatte zuvor bei zwei Anrufen im Büro des Sheriffs erklärt, in dem Haus befänden sich zahlreiche Tote, darunter auch Kinder.

Die Behörden nahmen den Hinweis ernst, da die Anruferin detaillierte Angaben über die Einrichtung des Hauses machte, wie es weiter hieß. Eine rasche Suche von örtlicher Polizei und Bundespolizei FBI am Montagabend nach dem ersten Anruf sei ergebnislos verlaufen. Die Anruferin meldete sich jedoch am Dienstagmorgen erneut und erklärte, die Ermittler hätten das falsche Haus aufgesucht.

Blutspuren an der Tür

An der Hintertür des jetzt durchsuchten Hauses entdeckten die Polizisten Blutspuren und nahmen einen strengen Geruch aus dem Gebäude wahr, sagte Richter Craig McNair. Daraufhin sei ein Durchsuchungsbefehl beantragt worden. Das Haus gehöre offenbar Fernfahrern, die es an andere Personen vermietet hätten. Vor einigen Wochen sei aus dem Haus ein Selbstmordversuch gemeldet worden, der möglicherweise die Blutspuren an der Tür erkläre, sagte McNair.

Die Ermittler befassten sich nun mit der Anruferin, erklärte Polizeisprecher Rex Evans. Name und Telefonnummer der Frau seien bekannt. Geklärt werden müsse unter anderem, woher sie die genauen Informationen über das Haus hatte. Auf die Frage, ob es sich bei dem Hinweis nach Einschätzung der Behörden um einen schlechten Scherz gehandelt habe, sagte Evans lediglich, es seien weder Leichen noch Hinweise auf ein Verbrechen gefunden worden.

dapd

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