News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein
+
Das Auto des Geisterfahrers auf der A5 nach der Massenkarambolage.

Nach tödlicher Massenkarambolage

Leben des Geisterfahrers wird durchleuchtet

Offenburg - Einen Tag nach dem Unfall eines Geisterfahrers mit sechs Toten konzentriert sich die Polizei auf das Umfeld des Unfallverursachers und will das Leben des 20-Jährigen durchleuchten.

Am Tag nach dem Unfall eines Geisterfahrers mit sechs Toten konzentriert sich die Polizei auf das Umfeld des Unfallverursachers. Die Untersuchungen am Unfallort seien abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag im badischen Offenburg der Nachrichtenagentur dpa. Nun gehe es darum zu klären, warum der 20-Jährige auf der Autobahn in der falschen Richtung unterwegs war.

Um dies herauszufinden, werde das Leben des Mannes durchleuchtet. Daraus könnten Rückschlüsse auf ein mögliches Motiv, etwa bei einem Suizid, gezogen werden. Zudem werde nach Drogen- und Alkoholkonsum gefragt.

„Es ist ein Puzzle, das wir zusammensetzen müssen“, sagte der Polizeisprecher. Es seien schwierige, umfassende und langwierige Ermittlungen. Am Montag gründete die Polizei eine zehn Beamten zählende Ermittlungsgruppe. Sie wird sich auf den Fall konzentrieren.

„Es gibt eine Vorgeschichte. Und dieser müssen wir jetzt nachgehen“, sagte der Chef der Offenburger Polizei, Reinhard Renter, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Einzelheiten wollte er nicht nennen. Einen Abschiedsbrief habe der Falschfahrer nicht hinterlassen. „So einfach hat er es uns nicht gemacht.“ Er rechne damit, dass erst im kommenden Jahr ein Abschlussbericht vorgelegt werden könne. „In diesem Jahr wird das nichts mehr.“

Massen-Karambolage auf der A5: Bilder vom Unfallort

Massen-Karambolage auf der A5: Bilder vom Unfallort

Der 20-Jährige aus dem badischen Ortenaukreis war am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn 5 bei Offenburg in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Er verursachte einen schweren Unfall, bei dem er und fünf weitere Menschen getötet wurden. Bei Folgeunfällen wurden Menschen verletzt, darunter eine 37-Jährige, die Erste Hilfe leisten wollte.

Bundesweit gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Geisterfahrer-Kollisionen mit mehreren Toten. So starben allein im Oktober mindestens 13 Menschen durch Falschfahrer. Fünf Tote gab es vor vier Wochen, als ein 24-jähriger Selbstmörder auf der A46 im Sauerland in ein Auto mit vier Insassen raste.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mortler: Kinder suchtkranker Eltern besser betreuen
Berlin (dpa) - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat eine bessere Versorgung und Betreuung der Kinder von Suchtkranken gefordert. 
Mortler: Kinder suchtkranker Eltern besser betreuen
74-Jährige stürzt bei Wanderung in den Tod
Viele Menschen nutzen den Sommer zum Wandern - doch dabei kommt es immer wieder zu Unfällen. Nun endete für eine 74-Jährige eine Wanderung am Priorfelsen tödlich.
74-Jährige stürzt bei Wanderung in den Tod
Hannover, Mannheim und Zella-Mehlis als beste Verkehrsdrehscheiben ausgezeichnet
Mit dem Preis "Mobilitätsknoten des Jahres" will der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer die Entwicklung moderner Verkehrsdrehscheiben in Deutschland …
Hannover, Mannheim und Zella-Mehlis als beste Verkehrsdrehscheiben ausgezeichnet
Rentner (83) stürzt mit PKW in See
In Rheinland-Pfalz ist ein Rentner beim Parken mit seinem Wagen in einen See gestürzt. Die anschließende Rettung gestaltete sich zunächst schwierig. 
Rentner (83) stürzt mit PKW in See

Kommentare