Polizei will mutmaßlichen Salafisten entlassen

Essen - Ein Kommissar aus Duisburg soll Medienberichten zufolge aus dem Polizeidienst entlassen werden, weil er als überzeugter Salafist gilt.

Der 31-Jährige, gegen den ein Disziplinarverfahren laufe, sei bereits vorläufig des Dienstes enthoben, berichten die Zeitungen der “WAZ“-Gruppe (Dienstag). Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) mahnte die Grundgesetztreue staatlicher Ordnungshüter an: In diesem Fall gehe es darum, “ob der Polizeibeamte noch für unsere Verfassung einsteht“, sagte Jäger der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.

Der Beamte, der in Essen Streife fuhr, hatte dem Bericht zufolge privat Infostände angemeldet, an denen radikal-islamistisches Material verbreitet worden sei. Bei den folgenden Ermittlungen des Staatsschutzes habe sich der Polizeikommissar als Anhänger des Salafismus entpuppt. Laut dem Bericht geht die Essener Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr davon aus, dass der Mann den Koran über das Grundgesetz stellt. Sie rechne mit dessen Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. In Bonn war es am vergangenen Wochenende zu schweren Ausschreitungen von Salafisten gekommen.

dpa

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