Acht Menschen starben durch Polizeikugeln

Stuttgart - Polizisten in Deutschland haben vergangenes Jahr mit Schüssen aus ihren Dienstwaffen acht Menschen getötet und 23 verletzt. Das geht aus einer Statistik der Innenministerkonferenz hervor.

Insgesamt schossen die Beamten in 37 Fällen gezielt auf jemanden - nicht immer trafen die Kugeln auch. Außerdem feuerten sie 59 mal Warnschüsse ab.

Rein rechnerisch haben damit die Polizisten hierzulande im Jahr 2010 jeden zehnten Tag gezielt auf einen Menschen geschossen. Im langjährigen Vergleich ist das eher wenig - denn im Schnitt der Statistiken seit 1998, die der dpa ebenfalls vorliegen, gab es fast jede Woche einen Fall gezielter Polizeischüsse. Die 37 Ernstfälle aus dem vergangenen Jahr gehören zu den niedrigsten Zahlen seit 13 Jahren.

Wie in den Vorjahren auch, war vor allem Notwehr der Grund für die Schüsse auf Menschen. 26 von den 37 Fällen sind so zu erklären. Auf das Konto der Notwehr gehen auch sieben der acht Todesfälle. In drei Fällen feuerten Beamte, um ein schweres Verbrechen zu verhindern. Achtmal schossen sie gezielt, um die Flucht von Verdächtigen zu vereiteln. Dabei gab es auch einen Toten.

Zwischen 1998 und 2010 haben Polizeikugeln 95 Menschen getötet.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Transsexualität soll keine psychische Erkrankung mehr sein - Videospielsucht schon
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will Transsexualität von der Liste psychischer Erkrankungen streichen. Videospielsucht soll dagegen aufgenommen werden.
Transsexualität soll keine psychische Erkrankung mehr sein - Videospielsucht schon
„Wunderwaffe der Nazis“: Neues Ufo-Spielzeug sorgt für heftige Reaktionen
Ein merkwürdiges Spielzeug hat in den vergangen Tagen für Aufregung gesorgt. Der Hersteller musste viel Kritik einstecken – und macht nun einen Rückzieher.
„Wunderwaffe der Nazis“: Neues Ufo-Spielzeug sorgt für heftige Reaktionen
Getötete 16-Jährige: Verdächtiger wohl Zufallsbekanntschaft
Einen Tag nach dem Fund einer erschlagenen Jugendlichen in der Nähe von Hannover nimmt die Mordkommission "Anna" einen 24-Jährigen fest. Nun sitzt der Mann in U-Haft.
Getötete 16-Jährige: Verdächtiger wohl Zufallsbekanntschaft
Sitzbank vibriert während Vorlesung stark - Studentin macht Vibrator-Geständnis
Gewisse Bedürfnisse können anscheinend nicht immer aufgeschoben werden. Das führte bei einer Bielefelder Studentin zu einer peinlichen Situation während der Vorlesung.
Sitzbank vibriert während Vorlesung stark - Studentin macht Vibrator-Geständnis

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.