Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

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Ein Streifenwagen vor dem Mehrfamilienhaus in Herten. 

In Herten

Polizist erschießt mutmaßlichen Einbrecher

Herten - Eine Rentnerin hört Einbruchgeräusche und flüchtet aus ihrer Wohnung. Herbeigeeilte Polizisten treffen auf einen mutmaßlichen Einbrecher, der sie mit einem Messer angreift. Es fällt mindestens ein Schuss. Der Mann stirbt.

Ein Polizist hat einen mutmaßlichen Wohnungseinbrecher in Herten erschossen. Der 30 Jahre alte Mann soll mit einem Messer auf Einsatzkräfte losgegangen sein, als sie am Sonntagabend die Erdgeschosswohnung betraten. Daraufhin habe ein Beamter seine Waffe gezogen und geschossen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der mutmaßliche Einbrecher starb noch am Tatort. Die Beamten blieben unverletzt. Sie hatten noch Rettungskräfte gerufen.

Die 72-jährige Bewohnerin der Erdgeschosswohnung hatte die Polizei alarmiert. Sie hatte zuvor gehört, wie eine Scheibe eingeschlagen wurde, und war aus der Wohnung geflüchtet. Die Ermittlungen der Polizei Münster und der Staatsanwaltschaft Bochum dauern an. Geprüft werde dabei auch die „Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs“, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Der erschossene 30-Jährige sei vor der Tat zwangsweise in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Von dort sei er geflüchtet.

In den vergangenen Wochen gab es ähnliche Fälle in Berlin und Hamburg. In der Hauptstadt war am 31. Januar ein verwirrt wirkender Mann von einem Polizisten in einer Wohnung erschossen worden. Er hatte laut Polizei gedroht, anderen Menschen Gewalt anzutun und sich umzubringen. Zudem wollte er laut den Angaben ein Messer nicht aus der Hand geben. Einen Tag später wurde ein Mann in Hamburg von einem Polizisten angeschossen und verletzt. Er soll sich sehr aggressiv verhalten und den Beamten mit einem Messer angegriffen haben.

Im Jahr 2015 hatte die Polizei in Deutschland in 40 Fällen auf Menschen geschossen. Dabei gab es 10 Tote und weitere 22 Verletzte, wie aus jüngsten Zahlen der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht. In den Jahren davor fiel die Bilanz ähnlich aus. Wesentlich häufiger schießen Polizisten zum Töten gefährlicher, kranker oder verletzter Tiere: 2015 wurden bundesweit 11 884 solcher Fälle erfasst, das sind mehr als 30 pro Tag. Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor.

dpa

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