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In Wache

Polizist soll Diebstahl-Opfer vergewaltigt haben

Düsseldorf - Das Opfer eines Fahrraddiebstahls soll in Düsseldorf auf einer Polizeiwache von einem Polizisten eingeschüchtert worden sein. Und dann sogar vergewaltigt.

Weil er auf einer Polizeiwache einen hilfesuchenden Mann vergewaltigt haben soll, steht ein Polizist in Düsseldorf vor Gericht. Sein Mandant bestreite die Tat und werde sich umfassend äußern, kündigte Verteidiger Claus Eßer am Dienstag an. „Er wird minutiös erzählen, was da gelaufen ist.“ Zuvor müsse er als Anwalt allerdings volle Akteneinsicht erhalten.

Der 58-jährige Hauptkommissar schilderte, dass er „seit 35 Jahren glücklich verheiratet“ und nie fremdgegangen sei. Seit 40 Jahren sei er Polizist „und stolz darauf“.

Der Polizist steht laut Staatsanwältin unter dem Verdacht, einen Mann, der den Diebstahl seines Fahrrads habe anzeigen wollen, unter Druck gesetzt und vergewaltigt zu haben. Die Vorwürfe wurden vor mehr als einem Jahr bekannt, der Polizist suspendiert. Er wird von einer Polizei-Seelsorgerin betreut, um das potenzielle Vergewaltigungsopfer kümmert sich der Opferschutz der Polizei.

DNA-Spuren an Unterhose entdeckt

An der Unterhose des mutmaßlichen Opfers waren DNA-Spuren des Angeklagten entdeckt worden. Im Genitalbereich des Angeklagten waren wiederum Mischspuren fremder DNA gefunden worden, die vom mutmaßlichen Opfer stammen könnten.

Laut Staatsanwältin soll sich Folgendes auf der Innenstadtwache abgespielt haben: Während der Aufnahme der Personalien soll der 58-jährige Kommissar den Mann gefragt haben, ob er mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei. Er soll dabei den Eindruck erweckt haben, dass gegen den Besucher der Wache ein Haftbefehl vorliegt. Dann soll er ihn in einen Nebenraum gebeten haben, um ihn zu durchsuchen - dort habe sich der Mann nackt ausziehen müssen.

Anschließend habe er dem Mann eröffnet, dass er verhaftet sei. Wenn er versuche zu fliehen, dürfe er von seiner Dienstwaffe Gebrauch machen. Schließlich soll es zu der Vergewaltigung gekommen sein. Der Prozess soll am 13. Mai fortgesetzt werden.

dpa

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