Prozess in Österreich

Polizist tötete schwangere Freundin und seinen Sohn - das Urteil steht fest

Er erschoss seine Freundin und erwürgte seinen Sohn: Nach seinen unvorstellbar grausamen Taten musste sich ein österreichischer Polizist am Donnerstag nun vor Gericht verantworten.

Wien - Wegen Mordes an seiner schwangeren Freundin und am gemeinsamen kleinen Sohn muss ein Polizist in Österreich lebenslang in Haft. Die Geschworenen am Wiener Straflandesgericht verurteilten den 24-Jährigen am Donnerstag einstimmig wegen Doppelmordes. Der Tod des Ungeborenen wird rechtlich als Schwangerschaftsabbruch ohne Einwilligung der Frau gewertet. Der Mann bekannte sich schuldig und brach mehrmals in Tränen aus. „Ich wollte die Beziehung unbedingt retten“, sagte er.

Der Polizist erwürgte seinen Sohn

Der Polizist erschoss seine Partnerin im vergangenen Jahr nach einem Streit mit seiner Dienstwaffe. Andere Mordversuche gelangen dem Mann im Vorfeld nicht. Die 25-Jährige war damals im fünften Monat mit dem zweiten gemeinsamen Kind schwanger. Einen Tag nach der Tat erwürgte er seinen knapp zwei Jahre alten Sohn nach dem Frühstück. Laut dem Richter war sein Vorgehen besonders grausam und qualvoll.

Blutspuren im Treppenhaus waren zunächst nicht Beweis genug

Nachdem er im Internet nach einer Möglichkeit zur Leichenentsorgung suchte, brachte er beide Körper zuerst in den Keller. Die Familie des Opfers schaltete zwischenzeitlich eine Vermisstenanzeige. Trotz Blutspuren im Treppenhaus und im Aufzug der gemeinsamen Wohnanlage wurde die Polizei damals zunächst nicht tätig. Die Leichen wurden schließlich in der steirischen Heimat des Mannes auf einer verwilderten Wiese gefunden.

Das Paar, das sich über ein Dating-Portal kennengelernt hatte, soll immer wieder Beziehungsprobleme gehabt haben. Der Polizist hatte zuletzt auch eine Affäre mit einer anderen Frau.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa picture alliance / Georg Hochmut (Symbolbild)

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