Justizskandal in China

Polizist wirft Baby auf Boden - Schädelbruch

Linzhou - Ein chinesischer Polizist hat einem Elternpaar ihr sieben Monate altes Mädchen entrissen und auf den Boden geworfen. Der Fall des schwer verletzten Babys weitete sich zum Justizskandal aus.

Der Polizist war einem Bericht zufolge im Juli in der Stadt Linzhou in der Provinz Henan mit Freunden auf einer Zechtour. Sie trafen auf das Elternpaar auf dem Weg zu einer Karaoke-Bar. Der Täter habe mit seinen Freunden gewettet, dass der Mann eine Puppe und kein Baby in den Armen hielt, berichtete die Zeitung "Legal Evening News". Dann habe er die kleine Yueyue dem Mann entrissen, hochgehoben und auf den Boden geworfen. Wie die staatlichen Medien am Sonntag berichteten, erlitt die kleine Yueyue einen komplizierten Schädelbruch.

Gegen den Polizisten wurde zunächst lediglich eine 15-tägige Disziplinarstrafe verhängt. Die Kunde von dem Vorfall verbreitete sich über soziale Internet-Netzwerke. Nachdem die Aufregung in der Online-Gemeinde zunahm, erklärte die Stadtverwaltung von Linzhou, der Fall werde nach "Gesetz und Ordnung" aufgerollt.

ao/hcy

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkische Airline: Wohl kein technischer Fehler als Unfallursache
Istanbul - Zwar gibt es noch keine genauen Informationen zur Unglücksursache. Ein technischer Fehler soll aber nicht für den Jumbo-Absturz in Kirgistan verantwortlich …
Türkische Airline: Wohl kein technischer Fehler als Unfallursache
Prozess wegen Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft hat begonnen
Düsseldorf - Weil sie sauer waren, dass es im Ramadan auch mittags Essen gibt, sollen zwei nordafrikanische Flüchtlinge ihre Unterkunft angezündet haben. Jetzt stehen …
Prozess wegen Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft hat begonnen
Vier Jahre Gefängnis für tödliche Messerattacke auf den Bruder
Hechingen - Notwehr, oder nicht? Darum geht es in einem Prozess gegen einen 53-Jährigen, der seinen Bruder erstochen haben soll. In der ersten Instanz gab es einen …
Vier Jahre Gefängnis für tödliche Messerattacke auf den Bruder
Polizei: Tödliche Geisterfahrt war wohl keine Absicht
Lorch - Eine Frau biegt falsch auf eine Bundesstraße ein, rammt mit ihrem Auto einen anderen Wagen und reißt dessen Fahrer mit in den Tod.
Polizei: Tödliche Geisterfahrt war wohl keine Absicht

Kommentare