Elektroschockpistole auf Bucket-List
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Die todkranke Alyssa (16) durfte einen Polizisten „tasern“. Es gefiel ihr nicht besonders.

Alyssa ist ein Schocker

Polizisten erfüllen todkrankem Teenager kuriosen letzten Wunsch

  • Haakon Nogge
    vonHaakon Nogge
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Newark - Sie ist erst 16, aber sie weiß, dass sie bald sterben wird. Deshalb hat Alyssa Elkins eine Liste der Dinge erstellt, die sie sich zu Lebzeiten wünscht. Ein besonders kurioser wurde ihr jetzt erfüllt.

Ein Besuch in Disneyland, eine Paris-Reise und ein Tattoo - das sind ein paar der Dinge, die auf der „Bucket List“ von Alyssa Elkins stehen. Die 16-Jährige ist an Leukämie erkrankt und hat vermutlich nur noch wenige Monate zu leben. In der Zeit, die ihr noch bleibt, möchte sie aber unbedingt noch ein paar Dinge erleben. Dazu gehört etwa auch, ein Profil auf einer Dating-Webseite zu erstellen, um ihre Attraktivität zu messen, Brautkleider anzuprobieren und ihren eigenen Ehering zu designen und eine Flaschenpost zu schreiben.

Ein Wunsch auf Alyssas Liste sticht jedoch heraus: Der krebskranke Teenager, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun kann, möchte gerne einmal auf jemanden mit einer Elektroschock-Pistole schießen. Die sogenannten Taser machen Angreifer sofort aktionsunfähig und sind in ihrer Anwendung für den „Getaserten“ ziemlich schmerzhaft.

Die Polizei in Newark im Bundesstaat Ohio erfüllte Alyssa nun diesen Wunsch, wie der „Columbus Dispatch“ schrieb.

Ein Polizist erklärte Alyssa vor dem Schuss, worauf sie achten muss.

Am Sonntag ließen sich mehrere Polizisten und Mitarbeiter der Polizei, darunter einer von Alyssas Onkeln, von dem Teenager tasern. Auf Videos, die die 16-Jährige auf ihren eigenen YouTube-Kanal stellte, steht sie in einem echten Polizei-Hemd samt Namensschild hinter den Freiwilligen, die von zwei Personen gehalten werden, um ihren Fall zu bremsen. 50 Menschen, die sich das Schauspiel nicht entgehen lassen wollten, feuerten die 16-Jährige an, die sich nicht so recht traute. Als sie schließlich abdrückt, schließt Alyssa die Augen, während ihre „Opfer“ mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden gehen.

„Es ist schmerzhaft, aber bei einer Situation wie der ihren, war das ganz klar“, sagte der Polizeibeamte Doug Bline, einer der Freiwilligen, als er wieder zu sich gekommen war.

„Sie hat festgestellt, dass sie nicht dafür gemacht ist, Polizistin zu sein“, heißt es auf einer für Alyssa eingerichteten Facebook-Seite im Anschluss. „Es fiel ihr nicht leicht, jemanden zu „tasern“, aber sie dankt allen, die ihr geholfen haben, ihren Wunsch zu erfüllen.“

dpa/hn

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