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In Portugal sind mehrere verheerende Waldbrände ausgebrochen. Tausende Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen.

Waldbrände in Portugal

Gewaltiges Feuer tobt:  Mehr als tausend Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen-Hölle 

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Während in der Arktis ein gewaltiges Feuer tobt, kämpfen auch in Portugal mehr als 1000 Feuerwehrleute gegen mehrere Waldbrände.

  • In Portugal toben verheerende Waldbrände.
  • An zwei Feuerfronten kämpfen rund 1000 Feuerwehrleute gegen die Flammen.
  • Hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und starke Winde erschweren die Löscharbeiten.
  • Die Ursache für die Brände ist noch unklar.

Mehr als 1000 Feuerwehrleute kämpfen in Portugal gegen Waldbrände

Lissabon - Im Zentrum Portugals sind mehr als 1300 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Kampf gegen mehrere Waldbrände im Einsatz. Die Feuer rund um die Gemeinden Vila de Rei und Mação rund 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Lissabon hätten zwar etwas nachgelassen, jedoch seien mehrere Dörfer weiter in Gefahr, zitierte die portugiesische Zeitung „Público“ am Montag den Zivilschutz. Die Löschtrupps, die mit mehr als 300 Fahrzeugen im Einsatz waren, kämpften gegen zwei verschiedene Feuerfronten, hieß es. In der schwer zugänglichen Region sind auch Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz. 

Löscharbeiten durch Temperaturen und starke Winde erschwert 

Hohe Temperaturen von bis zu 40 Grad, niedrige Luftfeuchtigkeit und starke Winde erschwerten die Löscharbeiten. Am gefährlichsten war die Lage in der Gemeinde Vila de Rei. Dort erstreckt sich das Feuer über 25 Kilometer. Mindestens acht Menschen waren am Wochenende verletzt worden, mehrere Häuser wurden zerstört.

Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hatte am Wochenende alle seine Termine abgesagt, um die Brandbekämpfung zu verfolgen, wie das Präsidialamt mitteilte. Die Flammen loderten nur rund 20 Kilometer vom Kreis Pedrógão Grande entfernt, wo im Juni 2017 bei Bränden mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. Es war die schlimmste Katastrophe in der jüngeren Geschichte Portugals.

Portugal: Feuerwehr kämpft gegen verheerende Waldbrände

Insgesamt wurde am Samstag in sechs Regionen im Zentrum und Süden Portugals die höchste Waldbrand-Warnstufe ausgerufen. Mehrere kleine Ortschaften waren über Nacht vorsorglich evakuiert worden. Sollte sich die Situation verschlimmern, könnten die Bewohner mehrerer Dörfer ihre Häuser verlassen müssen, teilte der Zivilschutz mit. In der Kleinstadt Vila de Rei wurde demnach eine Feldküche eingerichtet, die bis zu 600 Menschen versorgen kann.

Zwei weitere Waldbrände, die am Samstag ausgebrochen waren, konnten über Nacht unter Kontrolle gebracht werden.

Die Bergregion im Zentrum Portugals wird regelmäßig von Waldbränden heimgesucht. Bei zwei verheerenden Bränden im Sommer und im Herbst 2017 starben dort 114 Menschen.

Waldbrand bei Lübtheen: Katastrophenalarm aufgehoben

In Lübtheen wütete in den vergangenen Wochen ebenfalls ein verheerendes Feuer. Eine Woche lang herrschte Katastrophenalarm in der Stadt im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Es war der größte Waldbrand in der Nachkriegsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns.

Gigantisches Feuer in der Arktis - dramatische Kettenreaktion befürchtet

Auch in der Arktis tobt derzeit ein gewaltiges Feuer. Es sind Brände, die fatale Folgen für den Permafrost haben und einen Klima-Teufelskreis beschleunigen könnten, befürchten Experten.

Und in Deutschland macht sich der Klimawandel ebengalls bemerkbar - die nächste Sahara-Hitzewelle ist im Anmarsch.

AFP/va

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