7000 Menschen in Angst

Horror-Praxis: Patienten müssen zum HIV-Test

Tulsa - Ungewöhnlicher Aufruf in den USA: 7000 Patienten eines Kieferchirurgen in Oklahoma sollen sich Tests auf das Aids-Virus HIV und Hepatitis B und C unterziehen - weil die Praxis schlampte.

Die Gesundheitsbehörde für Zahnmedizin in Tulsa schlug am Donnerstag Alarm, nachdem bei einem Patienten der Praxis, auf den keine anderen Risikofaktoren zutrafen, sowohl Hepatitis C und HIV festgestellt wurden.

Hinter der glitzernden und repräsentativen Fassade der Praxis hätten Inspektoren zahlreiche Missstände festgestellt: Mehrfach sei gegen Sterilisierungsprozeduren verstoßen worden, darunter Kreuzkontaminierung von Injektionsnadeln und die Benutzung eines separaten und rostigen Sets von Instrumenten für Patienten, von denen bekannt war, dass sie an Infektionskrankheiten erkrankt waren.

Der Arzt habe seine Praxen in Tulsa und dem Vorort Owasso freiwillig geschlossen und kooperiere mit den Ermittlern, teilte eine Sprecherin, Kaitlin Snider, mit. Am 19. April werde eine Anhörung stattfinden. Zunächst würden Briefe an 7000 Patienten verschickt, in denen ihnen Tests auf Hepatitis B und C sowie HIV empfohlen würden. Der Arzt gab an, er habe sehr viele Patienten mit „bekannten Infektionskrankheiten“ behandelt.

AP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

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