Angeklagt wegen Exhibitionismus

Nacktwanderer entgeht Verurteilung

Périgueux - Ein begeisterter FKK-Anhänger ist nach einem Nackt-Spaziergang durch einen Wald in Frankreich einer Verurteilung wegen Exhibitionismus entgangen.

Ein Gericht in der südwestfranzösischen Stadt Périgueux sprach den 52-Jährigen frei, wie am Mittwoch aus Justizkreisen verlautete. Auch die Staatsanwaltschaft hatte einen Freispruch gefordert und zur Begründung angeführt, die "Absicht" des Exhibitionismus könne dem Mann nicht nachgewiesen werden - zumal er sich verletzt hatte, als er sich beim Herannahen einer Spaziergängerin in Büschen versteckte.

Der Lehrer, der nach eigenen Angaben gerne "in Harmonie mit der Natur" steht, hatte vor Gericht angegeben, für seine Wanderungen stets "sehr isolierte Orte gesucht" zu haben. Demnach wanderte er "auf Wegen, wo ich mich leicht verstecken konnte". Die Rechnung ging aber nicht auf, als er im Februar im Adamskostüm durch Wälder im Département Dordogne im Südwesten Frankreichs wanderte: Eine Spaziergängerin entdeckte den Mann und zeigte ihn an.

"Das Gericht hat Exhibitionismus von Freikörperkultur getrennt", begrüßte Anwalt Tewfik Bouzenoune nun den Freispruch. Sein Mandant habe die Freikörperkultur mit "Vorsicht" ausgeübt. "Er wollte auch nicht provozieren." In Frankreich stehen auf Exhibitionismus bis zu ein Jahr Haft und 15.000 Euro Strafe.

AFP

 

Rubriklistenbild: © dpa

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