Pilzsammler angegriffen

"Problembärin" in Italien - Intensive Suche

Rom - Weil sie bereits Pilzsammler angegriffen hat, suchen die Behörden in Norditalien nun intensiv nach der "Problembärin". Das Problem: Um bei ihren Jungtiere zu bleiben, würde sie alles tun.

In Norditalien ist eine intensive Suche nach einer Bärenmutter im Gange. Um ihre beiden Jungtieren zu schützen, hatte „Daniza“ einen Pilzsammler mit Prankenhieben verletzt. Schon seit Tagen versuchen Männer der lokalen Försterei, die 18 Jahre alte Bärin im Trentino zu fangen. Während das Tier eingesperrt werden soll, dürften die jungen Bären alleine weiter in Freiheit leben, wie die Turiner Zeitung „La Stampa“ am Dienstag berichtete.

Die Bärenmutter hatte in dem Pilzsammler offensichtlich eine Bedrohung gesehen. Der Mann musste nach der Attacke ins Krankenhaus gebracht werden. Wie andere „Problembären“ auch soll Daniza gefangen und im Tierzentrum Casteller untergebracht werden, um keine Gefahr für die Menschen mehr darzustellen. Auch Extrembergsteiger Reinhold Messner hielt diesen Weg für die einzige Lösung. „Bären brauchen viel Platz, den haben wir nicht mehr“, sagte er norditalienischen Medien.

In den sozialen Netzwerken dagegen ist man empört. Hier hat „Daniza“ bereits viele Unterstützer gefunden. Besonders sorgt man sich um die sieben Monate alten Jungtiere. Nach Aussagen der Provinz Trentino könnten Bärenjunge alleine überleben, sobald sie ein halbes Jahr alt sind. Meist bleiben sie eineinhalb Jahre an der Seite der Mutter.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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