Professor ließ Pest-Bakterien verschwinden

- Washington - Das Rätsel um vorübergehend vermisste Behälter mit Beulenpest-Bakterien in den USA ist gelöst. Wie das Bundeskriminalamt FBI gestern bestätigte, hat ein hochrangiger Wissenschaftler in einem Forschungslabor an der technologischen Universität von Texas in Lubbock die Krankheitserreger vernichtet und sie später als verschwunden gemeldet.

<P>Das Motiv des Professors, der wegen falscher Angaben gegenüber dem FBI festgenommen wurde, blieb zunächst unklar. Der 61-jährige Thomas Butler hatte am Mittwoch mit seiner "Vermisstenmeldung" vorübergehend für Bioterror-Alarmstimmung gesorgt. Für kurze Zeit wurde nicht ausgeschlossen, dass die rund 30 Behälter mit den Bakterien von Bioterroristen gestohlen worden sein könnten. Nach FBI-Angaben blieb Butler bei Vernehmungen zunächst bei seiner Angabe, die Glasbehälter seien verschwunden, gab dann aber zu, dass er sie selbst bereits vor Tagen vernichtet habe.<BR>Untersucht wird neben dem Motiv nun auch, ob der Professor bei der Zerstörung der Bakterien die vorgeschriebenen Prozeduren angewandt hat. Auf jeden Fall habe er nicht die erforderlichen Dokumente dafür ausgefüllt, hieß es in FBI-Kreisen.</P><P>Der mysteriöse Fall werfe ein Schlaglicht auf die Nervosität, die in den USA angesicht der Gefahr bioterroristischer Anschläge herrsche, hieß es in den Medien. Mehr als 60 Beamte des FBI und anderer Behörden waren im Einsatz.<BR>Die Pest wird in der Regel durch Bisse von Flöhen übertragen, die auf Ratten leben. Im Mittelalter waren in Europa Millionen Menschen durch die Infektionskrankheit ums Leben gekommen. Weltweit werden im Jahr rund 1500 Fälle registriert.</P><P>Grund zum Aufatmen gab es unterdessen nicht nur in Texas: Auch der Anthrax-Verdacht in einer Washingtoner Postverteilungsstelle für die US-Notenbank bestätigte sich nicht. Bei Routine-Überprüfungen waren auf einem Brief für einen hohen Beamten des Finanzinstituts Hinweise auf eine mögliche Verseuchung mit den Milzbrand-Sporen entdeckt worden. Nach Angaben des US-Postdienstes vom Mittwoch fielen aber alle folgenden Tests von insgesamt 90 Proben negativ aus. Im Herbst 2001 waren fünf Menschen durch Anthrax-Anschläge ums Leben gekommen.<BR></P>

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