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Der getötete Tamerlan Zarnajew (l.) und sein Bruder Dschochar

Hausdurchsuchung bei Witwe

Prominente Anwältin verteidigt Boston-Attentäter

Boston - Der mutmaßliche Bombenleger Dschochar Zarnajew hat für seine Verteidigung prominente Unterstützung bekommen. Unterdessen wurde das Haus der Witwe seines Bruders durchsucht.

Die Verteidigung des mutmaßlichen Bombenlegers von Boston hat prominente Unterstützung bekommen. Die Anwältin Judy Clarke, die schon etliche Angeklagte vertrat, denen die Todesstrafe drohte, hat sich dem Team angeschlossen, das Dschochar Zarnajew vertritt. Clarke verteidigte unter anderem auch den sogenannten Unabomber Ted Kaczynski, der mit Briefbomben drei Menschen getötet haben soll und der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Die Ernennung wurde am Montag von der zuständigen Richterin Marianne Bowler bestätigt.

Bowler wies aber zunächst den Antrag von Zarnajews Pflichtverteidiger zurück, einen zweiten Spezialisten für Todesstrafen-Fälle zu benennen. Das könne nachgeholt werden, wenn Zarnajew angeklagt werden sollte, erklärte sie.

Der 19-jährige Zarnajew soll zusammen mit seinem Bruder Tamerlan Zarnajew am 15. April den Bombenanschlag auf den Stadtmarathon von Boston verübt haben. Dabei starben durch zwei Explosionen drei Menschen, mehr als 260 wurden schwer verletzt. Tamerlan war später während einer Schießerei mit der Polizei getötet worden. Dschochar Zarnajew wurde festgenommen und mittlerweile wegen des Gebrauchs von Massenvernichtungswaffen angeklagt.

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Die US-Ermittlungsbehörde FBI hat unterdessen das Haus der Ehefrau des toten, mutmaßlichen Bombenlegers von Boston durchsucht und mehrere Taschen mitgenommen. FBI-Sprecher Jason Pack bestätigte am Montag, Beamte seien zu dem Haus der Ehefrau von Tamerlan Zarnajew auf Rhode Island gefahren. Die Witwe sei dort anwesend gewesen, hieß es.

Nach der Durchsuchung verließ die Frau den Angaben zufolge mit ihren Anwälten das Haus durch eine separate Tür. Die Anwälte kommentierten das Geschehen zunächst nicht. Sie hatten zuvor gesagt, die Witwe und ihre Familie stünden seit den Vorwürfen gegen ihren Ehemann und ihren Schwager unter Schock.

ap

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