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Opfer Alina Grosu (31)

Prostituierten-Mörder bei seiner Tat gefilmt

Stuttgart - Es ist das Zeugnis eines ungeheuren Verbrechens: Ein Unbekannter dringt bei einer Prostituierten ein, ersticht sie wortlos, wäscht sich die Hände – und wird dabei gefilmt!

Rund fünf Millionen Zuschauer sahen im ZDF bei „Aktenzeichen XY…ungelöst“ geschockt mit an, wie einer 31-Jährigen binnen Sekunden das Leben genommen wurde. Doch dieses Dokument dient nicht der Sensation, sondern einem wichtigen Zweck: Es soll helfen, den brutalen Mörder von Alina Grosu zu finden.

Rückblende: Es ist Karsamstag 2008. Erst seit einigen Wochen arbeitet Alina als Prostituiert in Stuttgart . Die alleinerziehende Rumänin aus der Stadt Carancebes will Geld für ihre beiden kleinen Kinder verdienen, die sie in der Heimat zurücklassen musste. In einer Terminwohnung empfängt sie ihre Freier, die ihr eine Agentur vermittelt. Im Flur der kleinen Wohnung ist eine Webcam angebracht – wohl zum Schutz der Frau, aber auch um sie zu überwachen.

Um 11.23 Uhr klingelt bei Alina ein Unbekannter. Das Video, das der Polizei vorliegt, zeigt, wie die junge Frau dem vermeintlichen Kunden die Tür öffnet – doch es ist der Tod, der vor ihr steht. Plötzlich zückt der Unbekannte wortlos ein Messer, fällt hinterrücks über die ahnunglose 31-Jährige her. Mehrmals rammt er das Messer brutal in Alina – nur Sekunden, dann ist sie tot. Erst danach schließt er die Wohnungstür. Mit dem blutigen Messer geht der Täter ins Badezimmer, wo er sich die Hände reinigt. Das Messer lässt der Mann liegen, die Videokamera nimmt er mit. Hat er geglaubt, die Tat sei unbeachtet geblieben?

Die schockierenden Bilder

Prostituierten-Mord vor laufender Kamera

Das Motiv liegt völlig im Dunkeln. Steckt womöglich eine Beziehungstat dahinter? Denn der Mord weicht vom üblichen Schema ab, bei dem Prostituierte zu Opfern werden: Kein Streit über nicht erbrachte Sex-Leistungen, nicht über den Lohn. Auch ein Raub ist ausgeschlossen. Und: Alina hatte keine Feinde. Was trieb dann den Mörder?

Von der Aktenzeichen-Sendung und der Ausstrahlung der schockierenden Videosequenzen erhofft sich die Soko „Hofer“ neue Hinweise. Denn bislang blieben jeglichen Ermittlungen ohne Erfolg – obwohl der Täter jede Menge DNA-Spuren und Fingerabdrücke am Tatort hinterließ.Der Mörder mit dem auffälligen Pagenschnitt ist ein regelrechter Hüne: Er misst ca. 1,90 Meter und trägt mindestens Schuhgröße 47. Allerdings ist er eher schlaksig gebaut, hat einen leichten Bauchansatz. Möglicherweise trug er bei seiner Tat eine Perücke.

Hinweise erhofft sich die Polizei auch auf die Tatwaffe: Dabei handelt es sich um ein Küchenmesser. Auf der 25 Zentimeter langen Klinge ist die Aufschrift Koch Messer eingraviert. Das Messer selbst stammt aus einem Sechser-Set, das in einem Messerblock verkauft wurde. Zuvor war es wohl als gewöhnliches Haushaltsmesser verwendet worden.

Für Hinweise, die zur Festnahme führen, ist eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Zuständig ist die Kripo Stuttgart: (0711) 89 90 69 00.

tz

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