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Demonstranten in Burgos stecken einen Müllcontainer in Brand.

21 Verletzte

Spanien: Protest gegen Straßenumbau eskaliert

Burgos - In der nordspanischen Stadt Burgos ist ein Protest gegen den Umbau einer Straße aus dem Ruder gelaufen: 21 Menschen wurden bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten verletzt.

Ein Protest gegen den Umbau einer Straße ist in der nordspanischen Stadt Burgos von Gewalt überschattet worden. Demonstranten lieferten sich in zwei Nächten hintereinander gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei. Nach Angaben der Behörden gab es insgesamt 39 Festnahmen und 21 Verletzte.

In der Nacht zum Sonntag gingen die Sicherheitskräfte in der 250 Kilometer nördlich von Madrid gelegenen Provinzhauptstadt mit Schlagstöcken gegen junge Leute vor, die die Beamten mit Steinen beworfen und Müllcontainer in Brand gesetzt hatten. Wie die Behörden mitteilten, wurden 22 mutmaßliche Gewalttäter festgenommen. Zwölf Menschen wurden verletzt, darunter drei Polizisten und ein Feuerwehrmann.

In der Nacht zuvor waren bei Auseinandersetzungen neun Polizisten verletzt und 17 Demonstranten festgenommen worden. Die Zwischenfälle hatten sich im Anschluss an friedliche Kundgebungen ereignet. Rund 200 Randalierer demolierten in der Durchfahrtsstraße Calle Vitoria Bankfilialen, Schilder und Laternen und zündeten mehr als 30 Müllcontainer an.

Die Mitglieder einer Bürgerinitiative wollen im Arbeiterviertel Gamonal den Umbau der vierspurigen Calle Vitoria verhindern. Das Acht-Millionen-Euro-Projekt sieht unter anderem den Bau unterirdischer Parkplätze und die Umwandlung der Straße in einen Boulevard mit weniger Autoverkehr vor. Der Protest richtet sich dagegen, dass in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine Millionensumme für den Umbau ausgegeben werden soll und dass die Parkplätze am Straßenrand verschwinden sollen.

dpa

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